Leitfaden für sicheren Generika-Kauf, warum nur aus Indien?

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Starbuck
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Leitfaden für sicheren Generika-Kauf, warum nur aus Indien?

Beitrag von Starbuck » Donnerstag 9. September 2010, 00:50

Warnungen - Leitfaden zum "sicheren" Kauf von Generika
Seite 1 von 2
Starbuck (08 Jan 2009 1:11) hat geschrieben: Leitfaden für Neulinge hier und andere Verunsicherte bzw. Interessenten:

Wie kaufe ich am sichersten Generika im Netz
.

Nachdem auch hier wieder gezielt massive Fehlinformationen zur Einschüchterung neuer Kunden/Interessenten an Potenzmittel-Generika gestreut wird (in den Foren Menshelp und dem deutlich niveauloseren Erektion.de) präsentiere ich hier mal einen Leitfaden bzw Guide an Dingen die man bei seiner Entscheidung beachten sollte.

Es soll mit durch die Pharma-Mafia gestreuten Lügen und Vorurteilen aufgeräumt werden.


Was will ich als Kunde und was muss ich wissen?

--> Man lerne erst mal den sehr wichtigen Unterschied zw. GENERIKA und FAKES/FÄLSCHUNGEN


"Generika" = Tabletten die von ratiopharm ähnlichen Pharmafirmen (meist aus Indien) produziert werden.

Sichere und gute Quellen sind idR nur die "indischen" Generika der Groß/Mittelgrossen Firmen Ajanta, Cipla, Ranbaxy,Aurora, McLeod Chem., Cooper Pharma... usw usw.
Cipla und Ajanta haben einen Milliarden €-Umsatz pro Jahr!


Diese werden nach FDA-Standard produziert und sind staatlich kontrollierte (Groß)fabriken die in den selben Gebäuden bzw Produktionsstrassen auch "lizensierte/erlaubte" Generika wie Aspirin, Anti-AIDS Medikamente, Malariamittel, Histamine, Antibiotika u Co für Deutschland, USA, EU etc produzieren.

Potenzgenerika ist also nur ein KLEINER Teil des Repertoires.

Es werden also höchste Qualitätstandards eingehalten u.a. Vakuumstrassen+ Qualitätskontrolle durch Ingenieure u. Chemikern.

siehe Bilder vom Giganten http://www.ajantapharma.com

Bild
oder vom Pharmagiganten bzw Konkurrenten Cipla www.cipla.com

Bild

http://www.cipla.com/corporateprofile/goa.htm

Gewisse Firmen tun Zugeständnisse an Pfizer machen und haben zb Kamagra nun in GRÜN geändert, da blau eben zu echt ans Original anlehnte. Aber dies ist der einzige Unterschied.

Der Wirkstoffgehalt beträgt eben exakt wie in Viagra 100 mg (nur wenige Generika wie Silagra haben auch 50 mg Varianten im Angebot)

Hinweis: Tabletten lassen sich problemlos TEILEN! Dh 1x 100 mg Generika von Viagra (Wirkstoff Sildenafil) kann gut in 4x 25 mg oder 2x 50 geteilt werden.

Geteilte Reste sind auch noch locker 3 Monate haltbar solang sie trocken und im dunklen gelagert werden!

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"Fakes" = Tabletten die "aussehen" wie original Pfizer Viagraware, bzw Cialis/o. Levitra.
Dh gefälschte Tablettenform, gefälschte Blister und gefälschte Verpackungen die aussehen sollen wie das Original.
Diese können nie von seriösen Großfabriken produziert werden! Denn diese Art von Fälschung ist selbst in Indien verboten.

Und DIESE sind die eigentliche Gefahr vor denen die Medien und die Pharmamafia immer laut warnt:
Unwirksam und teils verunreinigt.

NUR...in Dt. bzw EU sind diese praktisch gar nicht erhältlich. Zumindest nicht in den hier diskutierten "seriöseren" Shops in UK bzw EU. Also ist dies ein wenig "existente" GEfahr.

WARUM ist das SO?
Produziert werden diese FAKE-Tabletten in Hinterhofpanschküchen/Lagerhallen in Asien also China, Taiwan, Russland und Afrika, Ägypten, Karibik.
Hier sind KEINE Chemiker bzw Pharmafabriken am Werk sondern skrupellose Kriminelle bzw. Mafia.

Qualitätstandards werden gar keine eingehalten bzw beachtet.

Der Inhalt kann daher oft und leicht Milchpulver oder gar Rattengiftanteile enthalten.



Man schaue mal die Bilder an zum Qualititätsunterschied:

Cooperpharma.com

Bild

Bild

Bild

Bild


und NUN schaue man sich eine FAKE-Tabletten Produktionsmaschine an: (aus Taiwan)

Bild


nun dürfte dem letzten Klar sein warum man nur (indische) GENERIKA besorgen sollte, die qualitativ in der Regel den Originalen in nichts nachsteht.(Wirkung und Reinheit)


Milchpulver und wirkungslose Tabletten sind bei den Generika aus INDIEN praktisch unmöglich.

Außer man sitzt einem seltenen Fall der Fälschung aus China von eben DIESEN indischen Generika auf (Kamagra Jelly soll in letzter ZEit davon betroffen sein)

Man lernt also, die indischen GEnerika sind schon so begehrt, daß selbst diese nun von den Schlitzaugen ;) gefälscht werden.
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Nun fragt man sich, warum mehren sich in den Foren immer lautstarke Schreihälse die vor unwirksamen zw unreinen Tabletten warnen.
Hierzu muss man wissen:
-1 Original Viagra kostet ca 16 € in Dt.
-1 Viagra Generika kostet in Indien Grosshandelspreis ca 8-30 Euro-Cent
-1 Viagra Generika beim deutschen Dealer....5-8€?!!

Ihr habts erraten!
Die deutschlandbasierten Pillendealer haben hier in den vorigen Jahren mit den Generika ein unglaubliches Bombengeschäft gemacht das lukrativer war als der DROGENHANDEL mit Heroin!

Man kaufe etwas zu 25 ct und verkaufe es für 8 €, bei der 1000% Gewinnspanne lacht das Herz von Dagobert Duck oder den Panzerknackern ääh doitschen Pillendealern (Pillendienst.com und Co.)

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Was ist also nun passiert in letzter Zeit?
Es sind viele Shops in UK eroffnet worden, die indische(!) Generika zu Tiefstpreisen anbieten.
Die Bestellung und Lieferung ist dort relativ sehr "sicher", soweit es in diesem Business möglich ist.

Gründe:

- Praktisch keine Zollgefahr, da innerhalb der EU
- Zahlung geht ans Ausland, dh Kundendaten gehen beim Verhaften des Händlers nicht sofort an Dt. Polizei. Beim deutschen Händler haben hingegen das LKA u BKA sofort dem seine Kundendaten zur Hand.
- Dank Wechselkurs zum Pfund unglaubliche Tiefstpreise
- einige Shops wie alldaychemist, viagrafast4u, und gen24, um nur ein paar aufzulisten, haben extrem guten Service u Support(Email), der bei letzerem sogar deutschsprachig ist.
- viel seltener schwankende Qualtität der Ware als bei deutschen Shops wie ACM und Co. die solche Ausschussware dann frecherweise zu "Sonderangeboten" verkauften oder besser gesagt "andrehten"

Hinzu kommt: Foren wie MensHelp haben diese Shops weiter populär gemacht in Dt/Schweiz/Österreich.

Dies führte bei den "privaten" Pillendealern und Pillenshops in Deutschland bzw Holland zu massiven Umsatzeinbrüchen.

Was müssen also diese Shops und Dealer in Dt. machen um die unliebsame Konkurrenz in Schach zu halten?

-->massive Desinformation mit Lügen und Halbwahrheiten die anonym in den Foren in Form von "gut gemeinten Warnungen" plaziert werden. Meist mit nur pauschalen Aussagen ohne konkrete Angaben WAS und WO sie gekauft haben, zudem werden auch nie FOTOS der Ware als Nachweis präsentiert.
Auf nähere Anfragen dazu gehen diese Warnungs-Poster nie ein und werden nur pauschal ausfällig bzw beleidigend. Es wird dann nur gehetzt gegen "die Ware bzw Shops aus UK"
Zuletzt bearbeitet von Starbuck am 27 März 2009 15:33, insgesamt 3-mal bearbeitet
jddf hat geschrieben:Also, noch einmal ganz einfach und langsam zum Mitschreiben: Der Wirkstoff der Potenzpillen ist stinkebillig in der Herstellung. Teuer ist die Verarbeitung zu Tabletten (mit farbigem Überzug), das Verpacken in Blister und Kartons, das Versenden und das Marketing.
Keine Pharmafirma hat somit ein Interesse, am Wirkstoff zu sparen: Keine Einsparung, dafür der gute Ruf zum Teufel.
Wenn die Behörden abgefangene Pillen untersuchen, melden sie denn auch regelmässig zähneknirschend, dass eher etwas zu viel als zu wenig Wirkstoff drin ist. Wie wir aus eigener Erfahrung wissen, ist das ja nicht gefährlich!
Damit die Berichte in den Medien keine Werbewirkung für die 'ach so gefährlichen' Potenzmittel entfalten, wird diese Information stets vermischt mit Untersuchungen von angeblich pflanzlichen Mitteln, die oft schädliche oder sogar giftige Stoffe enthalten.
Starbuck (08 Jan 2009 1:27) hat geschrieben: Der Vollständigkeit halber zur Information:

Allenfalls in geringen Fällen bei bestimmten Leuten kommt es bei Generika zu einem Problem in Form der schwächeren Wirksamkeit.

Dies trifft aber auf alle Arten von Medikamenten also deren Generika UND den Originale zu! Auch auf die deutschen Ratiopharm Generika von zb Schilddrüsentabletten oder Schlafmitteln.

Ursache ist die Galenik, (mehr nach zu lesen hier http://www.medizinfo.de/arzneimittel/ga ... tion.shtml)

Jeder Mensch ist anders!!
Das heisst manche Leute vertragen die "anderen" Tabletten-Füllstoffe der Generika (die Wirkstoffe bzw deren Menge sind ja identisch!!) eben anders/schlechter. Hier entfaltet sich der Wirkstoff dann eben nicht so gut.

Dies betrifft aber eben geschätzterweise höchstens 1 Person von 30!

In diesem Fall erleidet man aber gar keinen Schaden und kann eben getrost andere Generika von Konkurrenzherstellern testen die ggf. aufgrund anderem Füllstoff besser verträglich sind.

Und wenn gar nix hilft, dann versucht man sich mal die Tabletten buchstäblich in den Arsch zu stecken :mrgreen: :D :P :lol: (Berichte in unserem Forum berichten ja von wundersamen (stärkeren) Wirksamkeiten dadurch, die sogar frei jeder Nebenwirkung sein sollen)

Bei Cialis ist diese Thematik am häufigsten anzutreffen. Bei Viagragenerika eher selten.


Folgende Regeln sind beim Kauf zubeachten:

Es gibt in dieser Branche der Generikashops nie eine 100% Garantie!

JEDER Laden kann mal dicht gemacht werden, jeder Shop kann mal Lieferprobleme haben oder ähnliches....


- Möglichst nur per Kreditkarte kaufen.

Bei einem Kauf per Kreditkarte ist man in der Regel auf der sicheren Seite. Wenn man seine Bestellung nicht erhält, und ebenfalls keine Reaktion auf Emails, kann man den Betrag von der Kreditkartengesellschaft ohne Probleme wieder zurückbuchen lassen. (simpler Brief reicht aus)

- Gesundheitsfragebögen generell Indikator für UNSERIÖSEN Shop!!

Jeder Shop der irgendwie suggeriert, daß ein Arzt den ausgefüllten Fragebogen lesen würde und dann ein "Online-Rezept" ausstellen tun würde ist prinzipiell ein unseriöser Laden, wenn nicht sogar ein Betrüger.
Es gibt keinen Grund warum so ein Laden der sowieso "illegal" agiert einen solchen Doc haben sollte. Ein solches Rezept kann es gar nicht geben und würde sowieso nichts an dem ganzen ändern.
Es dient nur dazu einen "seriösen Touch" draufzumalen....auf den Otto N. gerne naiv reinfällt.
Wenn ein Shop also so ein Fragebogen angibt--> FINGER WEG, die Reinfallgefahr beträgt dann 90%

Weiterer Hinweis auf Fakeshops:
Wenn auf der Webseite alles quietsch bunt[/be gestaltet ist und gar Bilder von braungebrannten Doktoren und Krankenschwestern in weissen Kitteln zu sehen sind.
----> dies sind die Paradefälle der Abzockershops die meist gar nix oder gepanschte russische/asiatische Fakes/Müll liefern.

seriöse Shops benennen die Generikas exakt mit deren Herstellernamen (also Ajanta Pharma Kamagra, oder Silagra von Cipla) und verstecken sich NICHT hinter Bildern von PFIZER Viagra und der lapidaren Angabe "Viagra Generika"

Nun lernen wir am praktischen Objekt die Lektion: Wissen anwenden

Anschau-Paradebeispiel für einen Abzocker Shop aus USA/Can der weltweit sehr bekannt ist und meist nie liefert oder unwirksame Ware.
Und dennoch bestellen immer noch genug Ahnungslose da...
naive Erstbesteller werden die noch millionenfach finden.

http://www.pharmaexpressrx.com
Man sehe sich die Seite an:
-gutaussehende Doktoren in Kitteln auf Bildern,
-Pfizer Viagra Bilder für die generic viagra.
-Keinerlei Angabe welcher Marken-Generikumhersteller für die angebotenen Cialis/Levitra-Generika geliefert wird.

Psst...Immerhin haben sie ein bisschen gelernt sich zu tarnen und daher sogar ein echtes Bild von "Kamagra" und "Caverta" und Silagra" eingebaut.


Lektions-Beispiel Nr.2:



Diese macht das Entlarven sogar sehr einfach mit einem Blick!
Man betrachte die Tabletten die dort rechts mittig angezeigt werden
Bild

Diese billige runde Form mit Kreuzmuster (für Viagra/Cialis/Levitra nur andere Farben) wird nur in Russland produziert in den Panschküchen. Hier ist allerhöchste Vorsicht geboten!
Keine echte Pharmafabrik benutzt so eine Tabletten-Form!

----------------------------------------------------------------------

Dieses Forum hier dient nur als "aktuelle Wasserstandsmeldung" über die momentane Qualitität der diversen Generikavarianten und der Lieferzuverlässigkeit der hier genannten Shops.

Das Forum lebt also allein davon, daß die Mitglieder Fehlschläge oder Probleme hier MELDEN.
Man hat dann ein gewisses Frühwarnsystem, das dann einiges an Problemen vermeiden kann.

Anhand der Rückmeldungen hier kann sich dann jeder auf eigene Faust sein eigenes Bild machen, wo er "sein" passendes Angebot findet und den Kauf für am sichersten hält.

RULE NR.1 : hier alles LESEN, LESEN und nochmal LESEN! in den Threads hier sind fast alle Informationen schon längst vorhanden bzw schon mal diskutiert worden.

RULE Nr.2: Glaubt den Aussagen in Erektion.de nicht immer aufs Wort!
Das Niveau ist dort oft unterirdisch und es wird dort massiv zensiert was das Zeug hält.

Zensur=> bedeutet immer, objektive bzw evtl. missliebige Meinungen sind nicht möglich.

Fallt vor allem dort nicht auf durchgeknallte bzw gestörte Moderatoren wie Knutschkugel (eine FRAU! ;) zumindest angeblich ) rein die oft unerträglichen Unsinn verzapfen die einen an der Intelligenz der Spezies Homo Sapiens weiblicus zweifeln lassen. Ihr kauft ja auch kein Wachturm-Abo vom Jehova-Trottel vorm Supermarkt!
[eine andere Theorie vertritt die Ansicht, daß Knutschkugel eine fiktive Frau ist, im Auftrag der Apothekenverbände, die unter dem Deckmantel der wohlmeinenden weiblichen "Wissenden" die ahnungslosen Männer/Leute in die "sicheren Apotheken mit gaaaar nicht so teuren und preislich vööööllig angemessenen Originalen" locken will.]

Postet eure Erfahrungen stets hier rein, und wenn es nur nen simpler "erfolgreicher Kauf" war...
postet Bilder von eurer Ware rein, wenn was zweifelhaft ist, oder ein neues Produkt da ist, oder eine neue Verpackung/Blister/Tablettenform auf den Markt gelangt.

Soweit mal die Rohfassung des GUIDES.
Bei Anregungen, Ergänzungen, Verbesserungen bitte melden, dann füge ich es hier ein.

Have Fun![url]

Zuletzt bearbeitet von Starbuck am 08 Jan 2009 19:57, insgesamt 9-mal bearbeitet


walker (08 Jan 2009 18:41) hat geschrieben:
danke Starbuck, einprägsam und hammerhart wie immer dargestellt, da sollte jetzt wirklich jedem alles klar sein

sehr lesenswert für "Neueinsteiger" auch der Generika Leitfaden von Leseratte

http://www.erektion.de/generika-leitfaden-171.html

nicht mehr ganz aktuell, jedoch wird zb ausführlich erklärt "Indien und Patentschutz" warum gerade in Indien völlig legal und von renommierten Pharmafirmen Generika hergestellt werden

und wer's nicht glaubt:
es gab im Jahr 2005 von staatlicher Stelle aus eine holländische Testuntersuchung von generischem Sildenafil welches in den Jahren 2001-2004 am Markt war:

http://www.pfizer.nl/pdf/RIVMrapport.pdf

(link editiert, müsste nun klappen )

Wie der Untersuchung detailliert zu entnehmen ist enthält das "echte" Sildenafil (Viagra) von Pfizer durchwegs einen Wirkstoffgehalt von 98-101%.

Der exakt gleiche Wirkstoffgehalt wurde gemäss Untersuchung festgestellt in den Generika zB Kamagra ( Ajanta Pharma ) und Caverta ( Ranbaxy ) wobei der Wirkstoffgehalt in einigen dieser Generika sogar geringfügig höher war (>100%) wie im originalen Viagra.

Ein auffallend (zu) niedriger Wirkstoffgehalt ergab sich laut Untersuchung lediglich in einigen "no-name" Generika.

Fazit:
Der Wirkstoffgehalt in den Generika der renommierten indischen Pharmafirmen entspricht dem des Originals.
Zuletzt bearbeitet von walker am 08 Jan 2009 20:54, insgesamt einmal bearbeitet

Starbuck (08 Jan 2009 20:00) hat geschrieben:
-Update des 2ten Postings

-Walker danke für das Lob, und sehr gute Ergänzungslinks die jeder zusätzlich lesen sollte!

übrigens der Link zu dem Studien-PDF bei dir ist fehlerhaft, da das PDF am Ende doppelt dransteht. Einfach die letzten 3 Buchstaben entfernen...

walker (15 Jan 2009 10:33) hat geschrieben:

Wichtige Ergänzung - es gibt in den Foren NICHT NUR immer lautstarke Schreihälse die vor unwirksamen bzw unreinen Tabletten warnen

es gibt in den Foren IMMER WIEDER ( meist unbekannte, neue ) Teilnehmer die überteuerte ( meist deutsche ) Anbieter bewerben wie etwa

http://viagraohnerezept.com/
http://viagra-kamagra.com
pillendienst.com

Woran erkennt man solche Werbepostings?

Sie haben stets dieselbe, meist einfache Struktur - ein meist unbekannter, neuer Teilnehmer taucht plötzlich auf und schreibt

" viagraohnerezept.com, dort habe ich schon oft bestellt, gute Ware, kommt verlässlich schnell...

...müsst ihr mal probieren, Preise sind OK und habe dort noch nie schlechte Erfahrung gemacht"

ne andere Strukturvariante ist das PingPongSpiel welches manchen bekannt ist aus der Abteilung rezeptfreie Potenzmittel von erektion.de:

Man nehme einen meist unbekannten, neuen Teilnehmer , der fragt ganz naiv:

"Hallo, ich bin nicht sicher wo ich bestellen kann, ist viagra-kamagra.com seriös ?!?!"

SCHWUPP !!!!!!!!!!!!!!!!! schon taucht blitzesschnell ein anderer ebenfalls meist unbekannter, neuer Teilnehmer auf und schreibt zurück

"Ja, viagra-kamagra.com ist voll OK, habe dort schon OFT bestellt und war immer zufrieden "

manchmal gesellt sich noch ein dritter, meist unbekannter, neuer Teilnehmer dazu und so lassen sich im gegenseitigem PingPongSpiel ganze threats aufblasen

daher immer VORSICHT und Skepsis wenn die bezeichneten typischen Postings auftauchen !!!

Wieso sind deutsche Abzockanbieter so BLÖD und machen derart durchsichtige Eigenwerbung ?

...na, sie sind gar nicht sooo blöd, sie sind halt nur zu hastig-schnell unterwegs:
beim Internetsurfen entdecken sie ein Forum, oder sie entdecken via erektion.de dieses Forum....LAUTER POSTINGS über Bezug von Viagra / Generika, lauter POTENTIELLE KUNDSCHAFT !!!

... da kommt natürlich jubelnde GOLDGRÄBERSTIMMUNG auf beim deutschen Abzockanbieter und schnell schnell klopft er eine Jubelmeldung rein über seine Abzockseite bzw eröffnet ein PingPongSpiel

...natürlich hat er vorher beim schnellen drübersurfen NICHT die Zeit / Geduld sich das ganze Forum durchzulesen und merkt daher in seiner Postingeuphorie nicht daß allein wegen der Preise seine Jubelmeldung von den Forumsteilnehmern sofort als Abzocke erkannt wird...
Zuletzt bearbeitet von walker am 15 Jan 2009 11:55, insgesamt einmal bearbeitet

Starbuck (15 Jan 2009 11:18) hat geschrieben:
wir führen aus gegebenem Anlaß ein neues Warnsymbol für die jeweiligen Threads ein

Bild

RobinMasters (15 Jan 2009 12:56) hat geschrieben:
Danke, Starbuck, für deine gute Arbeit!

Robin

Starbuck (15 Jan 2009 15:26) hat geschrieben:
der Potenzdetektiv Magnum P.I. dankt fürs Lob :D

walker (20 Jan 2009 13:58) hat geschrieben:
zur allgemeinen Orientierung wie sehr deutsche Anbieter abzocken und wie niedrig die realen Marktpreise sind:

pro 100mg Sildenafil (Viagra) oder Tadalafil (Cialis) zahlt man in der indischen Apotheke gerade mal um die 50-60 Cent - erklärt neuerlich warum die UK-Shops so billig anbieten können

...ich hatte nämlich gerade am Wochenende meine Cavertas ( =Sildenafil von Ranbaxy ) umgeräumt und am 4er Blister steht auch der indische Preis eingestanzt "156 Rupien" = ca 2,5 Euro für 4 Stück Caverta

ähnliche Preise wurden auch gepostet auf

http://www.erektion.de/ich-war-gerade-i ... -1875.html

und zwar:

Viagra Generika:

- Caverta 100 von Ranbaxy -> 157,40 Rs
- Kamagra 100 von Ajanta -> 128,- Rs
- Suhagra 100 von Cipla -> 113,40 Rs
- Penegra 100 von Zydus Aldiac -> 127,50 Rs
- Vigora 100 von German Remedies -> 106,35 Rs
- Zenegra 100 von Alkem -> 108,- Rs

Cialis Generika:

- Megalis 20 von Macleods -> 154,29 Rs
- Tadora 20 von German Remedies -> 108,- Rs
- Tadacip 20 von Cipla -> 123,90 Rs
- Tadalis SX20 von Ajanta -> 53,- Rs (!)
- Popup 20 von Nicholas -> 90,- Rs
- Forzest 20 von Ranbaxy ->147,40 Rs

Die angegebenen Preise sind für jeweils 4 Tabletten. Ein Euro sind ca. 65 indische Rupies

---------> dh die uns "billig" erscheinenden UK-Shops zahlen pro Pille im Einkauf ohnedies nur maximal 50-60 Cent, eher wohl noch weniger
Zuletzt bearbeitet von walker am 20 Jan 2009 18:29, insgesamt einmal bearbeitet

lobo (20 Jan 2009 16:58) hat geschrieben:
Wie auch schon im anderen Thread geschrieben:

Walker, da hast du aber etwas durcheinandergebracht. Deine Rechnung stimmt nämlich net.

Du schreibst selbst der Umrechnungskurs wäre 1 Euro = 65 Ind. Rup. (inzwischen ist der Kurs 1 Euro = 63.4 Ind. Rup.).

Also wenn auf dem Blister deiner Cavertas steht der Preis ist 156 Ind. Rup. für 4 Stück, dann ist der aktuelle Apothekenverkaufspreis für 4 Stück 2.46 Euro, denn 156 : 63.4 = 2.46 Euro

D.h. 4 Tabletten Caverta kosten in ind. Apotheken 2.46 Euro --> 1 Tablette kostet 0.62 Euro

Deine Rechnung mit 0.12 Euro ist falsch.

Ich war bereits einige Male in Indien und habe vor Ort in Apotheken Generikas gekauft. Ich weiß auch, dass die Gewinnspannen der indischen Apotheken mit ca. 25% nicht sehr hoch sind, aber das ist in den meisten Ländern so.

Man kann somit davon ausgehen, dass der Einkaufspreis der indischen Apotheke BEI CAVERTA ca. 0.50 Euro beträgt, denn 0.50 Euro + 25% = ca. 0.62 Euro.

Apotheken können direkt beim Hersteller einkaufen, ich bezweifle dass englische Pillenhändler, die keine Apothekenlizenz besitzen, das können.

Und dass sich Ajanta Pharma hinter Kamagrafast.com versteckt ist ebenfalls quatsch, da die nicht nur Ajanta Pharma Produkte verkauft haben, eine zeitlang konnte man dort auch die TD20 (die nicht von Ajanta waren) kaufen.

Wenn man es realistisch sieht, dann können die Kamagrafast-Produkte aufgrund ihrer niedrigen Preise (derzeit bei dem schwachen GBP kostet 1 Kamg. Pille wenn man 4000 bestellt nur 0.39 Euro) einfach nicht original sein. :(

walker (20 Jan 2009 18:35) hat geschrieben:
lobo du hast recht, ich hab den Umrechnungskurs durcheinandergebracht und meine Beiträge soeben editiert

lobo hat geschrieben:
Wenn man es realistisch sieht, dann können die Kamagrafast-Produkte aufgrund ihrer niedrigen Preise (derzeit bei dem schwachen GBP kostet 1 Kamg. Pille wenn man 4000 bestellt nur 0.39 Euro) einfach nicht original sein. :(



in Indien kosten die Kamagra Original dann ca 50 Cent, im Grosshandel wohl billiger - und wie ich schon geschrieben habe:

Kamagrafast.com - ich bestelle dort seit 2006 Kamagra und Kamagra Plus;
die Generika von dort wirken mit Sicherheit wie das Original, die Blister schauen 100% echt aus, inclusive Hologramm.

Es mag sein daß in Indien 100mg Kamagra 0,49 EUR pro Tabl kosten - das ist aber der Verkaufspreis in der Apotheke;
der Händlerpreis ist mit Sicherheit noch niedriger und das könnte auch erklären warum Kamagrafast.com so niedrig anbieten kann.

walker (30 Jan 2009 9:31) hat geschrieben:
walker hat geschrieben:
es gibt in den Foren IMMER WIEDER ( meist unbekannte, neue ) Teilnehmer die überteuerte ( meist deutsche ) Anbieter bewerben wie etwa

http://viagraohnerezept.com/
http://viagra-kamagra.com
pillendienst.com

Woran erkennt man solche Werbepostings?

Sie haben stets dieselbe, meist einfache Struktur - ein meist unbekannter, neuer Teilnehmer taucht plötzlich auf und schreibt

" viagraohnerezept.com, dort habe ich schon oft bestellt, gute Ware, kommt verlässlich schnell...

...müsst ihr mal probieren, Preise sind OK und habe dort noch nie schlechte Erfahrung gemacht"



gerade ist wieder einer dieser Werbespammer auf erektion.de aufgetaucht:

http://www.erektion.de/ist-schon-komisch-hier-2387.html

>>>
ich habe dieses interessante Forum gefunden und mich gestern angemeldet,, 20 min später hatte ich schon eine PN,, leider konnte ich noch nicht auf diese antworten,, deshalb hänge ich die PN und die Artwort einfach mal hinten dran,,
ich finde das schon seltsam. und nicht gleich schimpfen !

Zitat:
ma25ger hat geschrieben:
Hi und willkommen bei erektion.de. Folgenden Anbieter kann ich dir für Viagra und Cialis empfehlen:
[url=http:///]http://[/url]**********.***
Die Ware war bisher immer gut und kommt meist innerhalb von 3-4 Tagen an.
Gruss,
Martin



was soll das ?? noch keine 20 min angemeldet und schon Werbung, da zu noch ein link wo das Cialis und co. teurer ist wie bei meiner Inet Apotheke wo ich immer meine Medikamente bestelle.
auf der Seite kann ich keine AGB,, Zahlungsbedingungen und Impressum sehen,, die preise für die Generikum sind auch nicht grade berauschend
>>>

genau dasselbe hatten wir vor einigen Wochen schon hier in diesem Forum, ein neuer Teilnehmer schickte gleich ungefragt PNs mit seinen "Empfehlungen"

also Obacht wenn solche "Ratschläge" auftauchen denn es werden immer wieder Werbespammer via erektion.de hierher geraten

walker (30 Jan 2009 16:44) hat geschrieben:
...und genau derselbe Werbespammer ma25ger hat auch schon in diesem Forum versucht seine Abzockseiten zu loben:

http://menshelp.foren-city.de/topic,76, ... t-com.html

er hat dort geschrieben:

ma25ger hat geschrieben:
hi, nachdem man ja in anderen foren keine quellen nennen darf:

http://viagraohnerezept.com/
bestell da schon seit einiger zeit. ware kommt immer schnell an (2-5 tage) und die meds sind gut = macht spass :-)

ansonsten kenn ich noch http://viagra-kamagra.com aber ich glaub das ist der gleiche anbieter.


langfingfang (03 Feb 2009 23:32) hat geschrieben:
Starbuck schrieb
"Lektions-Beispiel Nr.2:

http://www.bestgenericpharmacy.com/ger/index.asp

Diese macht das Entlarven sogar sehr einfach mit einem Blick!
Man betrachte die Tabletten die dort rechts mittig angezeigt werden
Diese billige runde Form mit Kreuzmuster (für Viagra/Cialis/Levitra nur andere Farben) wird nur in Russland produziert in den Panschküchen. Hier ist allerhöchste Vorsicht geboten!
Keine echte Pharmafabrik benutzt so eine Tabletten-Form!"


Nachdem ich mir die Zeit genommen habe, einige Beiträge genau durchzulesen:
Das mit den runden Tabletten nur aus Russland stimmt nicht ganz. Bei meiner zweiten Bestellung vor etwa 2,5 Jahren habe ich genau diese Teile bekommen, und zwar direkt aus Indien. Allerdings waren die erheblich billiger, ich glaube so rund ein Drittel des Preises von bestgenericpharmacy.com. Damals habe ich Blut und Wasser geschwitzt, weil ich ich natürlich erst danach erkundigt habe, wie gefährlich Bestellungen aus Indien sind. Und eine zweite geleichzeitige , allerdings sehr kleine Bestellung war zudem beim Zoll hängen geblieben. Gekommen sind dann nach vier Wochen 90 dieser Pillen und als Zugabe etwa zwölf generika Viagra. Die waren allerdinsg nicht rund, sondern sahen aus wie suhagra. (waren nirgendwo auf der Siete zu finden) Und im Gegensatz zu den Cialis haben sie auch gewirkt.
Das die anderen nicht gewirkt haben, kann natürlich auch daran liegen, dass ich zu vorsichtig war und zu wenig genommen habe, wenn ich die Mengen in diesem Forum lese, die davon konsumiert werden können/ sollen. Jedenfalls sind die Pillen dann bei meinem letzten Umzug verschollen, was ich rgendwie nicht wirklich schlimm fand, da sie sowieso nicht wirkten und richtig billig aussahen. Also egal ob aus Russland oder Indien, die RUNDförmigen Tabletten nicht kaufen.


Warnungen - Leitfaden zum "sicheren" Kauf von Generika
Seite 2 von 2
Starbuck (03 Feb 2009 23:45) hat geschrieben:
sorry da ist dir leider nen Denkfehler unterlaufen.

Ich sagte die werden fast nur in Russland produziert (einige Fälle aus Karibik gabs auch)
-->der Versand/Verkauf erfolgt aber nicht zwingend aus Russland (kommt eigentlich kaum vor)
sondern eben aus den Ländern wie Indien o. EU, so dass der Eindruck vorgetäuscht wird es sei vergleichbares wie "indische Generika"

Anderes Beispiel: die chinesischen Fakes die meist wirkungslos sind, werden ja idR auch nicht aus China verkauft sondern aus "Indien".
Trittbrettfahrer eben

langfingfang (03 Feb 2009 23:56) hat geschrieben:
Ob fast nur oder nur, ich wollte auch keine Werbung für die Dinger machen.
Im Gegenteil , ich bin damals darauf reingefallen, und willl nur sagen: vorher informieren

Zuschauer (17 Jul 2009 18:21) hat geschrieben:
Ich dachte mir, ich bau auch mal ein Warnschild.
Wollte es als Signatur benutzen, wird aber leider dort nicht angezeigt. :roll:

Greetz, Der Zuschauer

Hat sich erledigt und funktioniert jetzt.
_________________
Bild
Zuletzt bearbeitet von Zuschauer am 15 Aug 2009 22:04, insgesamt 4-mal bearbeitet

cockroach (17 Jul 2009 19:46) hat geschrieben:
Liegt wohl daran, daß das Warnschild zu groß ist. Eventuell mal verkleinern und dann nochmal versuchen in die Signatur einzubauen. ;)

Starbuck (20 Jul 2009 10:14) hat geschrieben:
die Signatur gfx dürfen nur ein bestimmtes Maß haben

müsstest mal googlen was foren-city erlaubt falls es nicht im Profil angezeigt wird.

KamagraShopDeutschland
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Re: Leitfaden für sicheren Generika-Kauf, warum nur aus Indi

Beitrag von KamagraShopDeutschland » Samstag 9. November 2013, 08:21

Einspruch!

Hier mal die Sichtweise eines Anbieters:

1. Einkaufspreise

Es stimmt, dass es in manchen Jahren möglich ist, in einer indischen Apotheke für etwa 2,50 Euro einen Kamagra Blister mit 4 Tabletten zu erwerben. In Indien sind nicht nur die Urheberrechte (vor allem für Medikamente) seit 15 Jahren "großzügig" geregelt, sondern Medikamente werden auch subventioniert, allerdings mit schwankenden Preisen (zur Zeit eher steigenden Preisen).

Wer allerdings nicht nach Indien fliegen will, sondern bei Ajanta Pharma direkt anfragt, bekommt andere Preise (nicht subventioniert).

Sicher ... je nach jährlicher Abnahmemenge liegt dann der Preis darunter, allerdings sind die Abnahmemengen nicht gerade klein. Wer weniger als 10.000 Blister p.a. anfragt, erhält gar kein Angebot.

Ich denke, jedem in diesem Forum ist klar, dass eine solche Menge nicht in die EU einzuführen ist, wenn der Besteller nicht Apotheker ist, über eine Lizenz als "online apotheke" verfügt und verschreibungspflichtige Medikamente abgeben darf. Hinzu kommt, dass z.B. Kamagra lange Zeit kein zugelassenes Medikament in (fast) allen EU Staaten war.

Es müssen also "Umwege" gefunden werden und diese sind teuer. Etwa eine "Hub"-Lösung.
Will heissen, die Ware wird - über mehrere Stationen - in ein EU Land geliefert und von dort weiterverteilt. Da Indien (aber auch China, USA und andere Staaten) solche Sendungen oft schon in den Ausfuhr-Zollämtern beschlagnahmen, nutzen manche Shops (auch wir) Express-Versender, da - nach internationalen Regularien - der Express-Versender die Aufgabe hat, den Inhalt der Sendung zu prüfen.
Beim Zoll kommt es dann bestenfalls noch zu seltenen Stichproben (Prüfungen).
Da man zusätzlich stückeln muss (alles oberhalb 2 kg wird stärker kontrolliert), sind die Transportkosten oft höher als der eigentliche Warenwert.

Unterhält ein Shop etwa ein "Auslieferungslager" in Deutschland (um dann tatsächlich in 2-3 Tagen an den Endverbraucher liefern zu können), ist dies im Regelfall bereits die vierte Station, die die Ware durchläuft.

Und zwischendrin .... sitzen Menschen, welche die Sendungen entgegennehmen, gegebenenfalls neu aufteilen, deklarieren und weitersenden.

Alle diese Menschen haben einen Nachteil für den Kunden .... sie kosten Geld!

Ein seriöser Shop unterhält außerdem ein kleines Büro, für die Hotline, zur Beantwortung von eMails, zur Shop-Verwaltung, Einkaufs- und Aktionsplanung, etc.

Hinzu kommen Kosten für die Internet-Präsenz, Lizenzkosten für SSL Zertifkate, Lizenzkosten für die Shop-Software, Zwischenlager, Verpackung.

2. "Möglichst nur mit Kreditkarte kaufen"

Spätestens hier wird deutlich, wie wenig sich "Otto Normalverbraucher" den Betrieb eines Webshops für Potenzmittel vorstellen kann.

Wir selbst akzeptieren Kreditkarten, auch wenn diese Option extrem aufwendig, sehr teuer und sehr unzuverlässig ist.

Zunächst einmal gibt es kaum noch Kreditkartenabrechnungsunternehmen (ein solches wird zwingend benötigt), welches "online pharmacies" - also Online Apotheken - akzeptiert, es sei denn, man ist ein Milliardenkonzern.

Und bei den wenigen, die verbleiben, sind die Risiken enorm. Niemand weiß ob es die morgen nocht gibt und wir haben schon tausende von Euro deswegen verloren.

In Europa ist dies mittlerweile fast ausgeschlossen, weil MASTERCARD seit etwa 2 Jahren die Zahlungen von rezeptpflichtigen Medikamenten in den eigenen AGBs seinen Kunden untersagt.

Wer trotzdem Kreditkarten zulassen will, muss sich auf einen windigeren Anbieter einlassen.
Diese verfügen zwar über eine Zulassung bei MASTERCARD oder VISA, arbeiten aber mit offshore Banken, also einer Bank irgendwo in der Welt, jedenfalls außerhalb der EU.

Da "online pharmacies" als "high risk business" von den Kreditkartenherausgebern eingestuft sind, werden saftige Gebühren fällig. Aktuell schwanken die Gebühren zwischen 12.5 und 14.0 % plus einer Transaktionsgebühr (meist 1-2 Dollar). Hinzu kommt die "rolling reserve", also ein Prozentsatz, den die Bank einfach einbehält, um bei "charge backs" - also Stornierungen - noch Geld in der Kasse zu haben. Meist sind dies 10-15%.
Diese Beträge werden nach frühestens 6 Monaten (meist 9 Monaten) dann tatsächlich ausgezahlt, falls der Anbieter zu dieser Zeit noch existiert und nicht auf den Bahamas sich ein Bierchen von einer nackten Blonden reichen läßt.

Beispiel:
Ein Kunde bestellt für 30,00 Euro.
Der Shop bekommt 19,98 Euro (30,00 Umsatz - 4,20 Gebühren - 1,48 Transaktionsgebühren - 4,5 Rolling Reserve)

Und dies ist noch nicht alles. Läßt der Shop dann die aufgelaufenen Beträge anweisen (was Wochen dauern kann), werden weitere 40-50 Dollar Gebühren fällig, oft pro 2000 Dollar Volumen.

Aus diesem Grunde gibt es kaum noch seriöse Shops, die Kreditkartenzahlungen anbieten.
Erst ab einer gewissen Shop-Größe lohnt sich dieser dornige Weg .. und diese Größe haben nur wenige.

3. Weitere Risiken

Wir versenden im Regelfalls per Einschreiben/Einwurf (in Deutschland, in anderen Ländern ähnlich).
Selbst diese Sendungen kommen nicht immer an oder werden beim Nachbarn eingeworfen, der sich dann nicht meldet.

Ein weitaus größeres Problem ist aber, dass unsere Kunden häufiger keine korrekten Adressangaben treffen. Die Sendung ist dann "nicht zustellbar" und "geht an den Absender zurück".

Gelegentlich erhalten wir dann wütende EMails - mit korrigierter Adresse - und der Besteller versteht nicht, warum wir nicht sofort die zurückerhaltene Sendung erneut auf den Weg bringen.

Hallo?

Sind wir vielleicht der OTTO Versand?

Natürlich ist die Absenderadresse eines solchen Shops fiktiv; das bedeutet, sie existiert nicht, weshalb wir die Rücksendung natürlich NIE erhalten.

Meist liefern wir dann aus Kulanz trotzdem ein zweites Mal ... damit der Besteller nicht negative Berichte auf menshelp.cc postet.

Da dieses Problem bei etwa jedem 20. Besteller auftritt, haben wir allein hier eine Verlustquote von 5% !

Auch Transportprobleme ergeben sich gelegentlich. Etwa im Sommer, wenn die Oral Jelly vielleicht zu lange in der Sonne (auf dem Transportweg) gelagert wurden oder im Flugzeug Frachtraum sehr frostigen Temperaturen ausgesetzt waren. Leider sieht man es diesen Sendungen nicht an.

Wenn die Reklamationsquote steigt, kann man so ganze Tranchen schlichtweg wegschmeißen!

Und noch etwas: Manchmal bestellt Herbert, lässt aber Susi bezahlen, die dann - statt 37,59 Euro - aus Versehen 37,95 Euro anweist und vergisst, die Bestellnummer im Verwendungszweck aufzunehmen.

Wir wenden jede Woche viele STUNDEN nur damit auf, diese Zahlungen zuzuordnen (E Mails schreiben, anrufen, herumraten ...)

Ob den Betroffenen klar ist, dass Stunden = Arbeitszeit = Kosten (Geld) ist ??


4. Große Shops?

Als wir einmal einen Wasserschaden hatten, haben wir Kontakt zu zahlreichen Mitbewerben aufgenommen (vor allem in England) und wollten eine Vereinbarung treffen, einige unserer Bestellungen abzuwickeln.

Später haben wir ergänzend versucht, Einkaufsgemeinschaften zu bilden.

Unsere Erkenntnis daraus: In der Regel sind diese Shops kleine "Krauter", one-man-shows mit einer Hilfskraft, etc. Für die war es schon schwierig, mal eben 15 oder 20 Bestellungen zu übernehmen.
Dies betrifft auch einige "bekannte" Namen hier.

Noch bizarrer wird das Bild bei den Anbietern aus Ländern um Deutschland herum.
"Leben" kann man von solch einem Shop sicher nicht.

5. Fakes

Zunächst einmal ist Ajanta Pharma kein "Riese". Mit gut 3000 Mitarbeitern und rund 100 Mio US Dollar Umsatz ein eher kleines Pharmaunternehmen, selbst in Indien gehört es nicht zu den ganz großen.

Ajanta produziert etwa 50 verschiedene Medikamente und hat vier Produktionsstandorte, von denen nur einer nach cGMP/WHO zertifiziert ist (und damit exportieren darf). Gleichzeitig macht Ajanta fast 70% seines Umsatzes außerhalb von Indien.

Bedeutet: Ajanta KANN seine Produkte oftmals nicht auf eigenen Produktionsanlagen fertigen, sondern bestellt sogenannte Auftragsproduktionen von nahen, anderen Pharma-Laboren (an denen Ajanta gelegentlich auch Mehrheitsbeteiligungen hält). Sehr oft ist dies beispielsweise Cheminovva Parmaceuticals (India), an denen Ajanta eine Beteiligung hält und die auch für andere Pharma-"Riesen" wie etwa NESTLE produzieren.

Dies erklärt, dass - wie ja auch schon in diesem Forum angesprochen - es nicht nur einen "echten" Blister mit einem definierten Aussehen gibt, sondern dass verschiedene Ausführungen im Umlauf sind.

6. Und zu den "fake Produktionsstandorten":

China - klares Nein!
Wir haben enge Kontakte zu China.
Pfizer selbst produziert in China großflächig und mit dicker Regierungsbeteiligung.
Wer versucht hat, Sildenafil Produkte zu bauen, kam oft nicht weit und nicht selten ins Gefängnis.
Zudem gibt es keinen "Markt". Im stock-konservativen China würde keiner "KAMAGRA CN" kaufen.
Und: Die Ausfuhr von Medikamenten ist verboten (Ausnahme: Hong Kong).

Russland - zum Teil.

Da wir uns unter den Anbietern doch ein wenig auskennen ... wird wohl eher in Bulgarien produziert, aber mit russischen Geldern.

Neu auf der Bühne sind die Philippinen. Wir vermuten, dass auch einige in Thailand umlaufende "Kamagra" auf den Philippinen gefertigt wurden.

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Jeder ernsthafte Shop Betreiber muss sich allerdings fragen: Lohnen sich fakes??

An den Gesamtkosten macht der Produkt-Einkaufspreis - je nach Umsatz - vielleicht 20-25% aus.

Jedenfalls bei Shops ab einem gewissen Umsatz.

Hier noch 5 Eurocent pro Tablette einzusparen, lohnt sich definitiv nicht!

Ein Webshop mit Potenzmitteln "lebt" zu 80% von seinen "Stammkunden".
Jeder weiß das.

Wer also nur "Schrott" liefert, hat schnell das Nachsehen.

7. Zusammenfassung

Es ist schlichtweg Blödsinn zu behaupten, man könne beispielsweise eine KAMAGRA für 0,25 Euro bei Ajanta einkaufen.

Wer sich vergegenwärtigt, dass die Transportkosten den Einkaufspreis mehr als verdoppeln, dass bei Kreditkartenabrechnungen nicht selten 16% Gebühren berechnet werden, dass erhebliche Personalkosten anfallen, Ware verdorben ist und durch Pleiten (Kreditkartenabrechner, Zwischenbanken aber auch Zulieferer) viel Geld vernichtet wird, kann nicht ernsthaft behaupten, man müsse einen KAMAGRA Blister für 3,00 Euro kaufen können.

Durch Versandprobleme und falsche Adressangaben ergeben sich weitere Kosten, ganz abgesehen von den Betriebskosten des Webshops.

Gerade kleinere Shops sind nicht automatisch "Abzocker" und "Betrüger", nur weil sie teurer sind.
Oft können Sie gar nicht anders, weil Ihre Basiskosten pro Blister schlicht zu hoch sind.

Wenn ich hier im Forum lese, dass einige schon "Strafanzeige" erstatten wollen, nur weil auf der Kreditkartenabrechnung (durch Währungsschwankungen) vielleicht 35 Cent zu viel abgebucht worden sind, kann ich mich nur an den Kopf fassen!

Millionäre werden die Shop Betreiber jedenfalls nicht!

Dazu müsste schon jemand mit sehr viel Geld (Millionen) und entsprechenden Strukturen antreten.
Ein solcher Shop ist uns nicht bekannt.

8. Deshalb zum Schluss meine Bitte:

Denkt auch mal daran, wie viel Frust ein Shopbetreiber oft aushalten muss, bei Zahlungsausfällen, Beschlagnahmen oder wenn zugesagte Lieferungen ausbleiben. Wie viel Mühe es oft macht, die zahlreichen Limitierungen zu umschiffen. Und der manchmal erhebliche Aufwand, das "Zeug" überhaupt heranzuschaffen!

Und das alles nur, damit Ihr ordentlich vögeln könnt :-)

Joachim



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Achtung! Dieser Shop ist mittlerweile wg. unzuverlässiger Lieferungen und fehlender Kommunikation unter "Warnungen" gelistet!

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Re: Leitfaden für sicheren Generika-Kauf, warum nur aus Indi

Beitrag von walker » Samstag 9. November 2013, 09:06

Leitfaden für sicheren Generika-Kauf datiert vom 08 Jan 2009 - die ersten Monate der Gründerzeit des Forums. Die heute noch gültige Empfehlung besteht darin keine Hinterhofgenerika sondern nur indische Generika zu kaufen.

Bei zb Zahlung mit KK sind seit damals die Zeiten härter geworden, die heute gültige Empfehlung im Forum lautet:
möglichst mit BTC bezahlen.

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Dieter666
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Re: Leitfaden für sicheren Generika-Kauf, warum nur aus Indi

Beitrag von Dieter666 » Samstag 9. November 2013, 12:52

Nur noch zur Ergänzung re "Unternehmensgröße":

Ajanta hat z. Zt. etwa 3500 Mitarbeiter - der bekannte Generika-Anbieter ratiopharm etwa 700 ...

Ratiopharm gehört übrigens nach dem Selbstmord des Gründers zu Teva, einem israelischen Unternehmen - dem größten Generika-Lieferanten der Welt!
Altersbedingte (75 Jahre jung!) ED - mit 100 - 150 mg Silden noch gut im Griff - sagt meine Lebenspartnerin (auch schon ü70) :D

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Re: Leitfaden für sicheren Generika-Kauf, warum nur aus Indi

Beitrag von Navarre » Montag 10. November 2014, 22:02

Ich denke mal, Ratiopharm hat im Vergleich so wenig Mitarbeiter, weil große Teile der Produktion und auch die Logistik ausgelagert sind. Mittlerweile dürften es noch weniger sein, da TEVA (weltgrößter Generikahersteller) sicherlich Teile seiner Produktion mit Ratiopharm teilt.

Zum Thema Indien; es gibt mittlerweile eine Vorschrift für Unternehmen, die in Indien Arzneimittel herstellen und in die EU einführen wollen. Diese "Written Confirmation" bestätigt die Produktionsstandards nach den "Guten Leitlinien zur Produktion von Arzneimitteln", den Good Manufacturing Practice (GMP). Steht ein Lohnhersteller oder ein Produktionsstandort nicht auf dieser Liste, darf keine der dort produzierten Arzneimittel in die EU eingeführt werden. Überbprüft wird dies in einem Audit, dass vor Ort durchgeführt werden muss.

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Re: Leitfaden für sicheren Generika-Kauf, warum nur aus Indi

Beitrag von Flocki » Freitag 23. Januar 2015, 11:50

Kopie :: Sehr lesenswerter Beitrag von Flocki zu dem Thema :: Lob!

Natürlich gibt es Medikamentenfälschungen und das ist ohne Zweifel ein dramatisches Problem, speziell wenn es um Medikamente geht, bei denen auf Grund fehlender, falscher oder unzureichend dosierter Wirkstoffe massive gesundheitsbedrohende oder gar lebensgefährliche Folgen auftreten können. Nur existiert dieses Problem bei den Medikamenten, um die es in diesem Forum geht, abseits der gefälschten Originalpräparate nicht! Oder mit anderen Worten: Es gibt im Bereich der PDE-5-Hemmer nahezu keine gefälschten Generika! Fälschungen betreffen fast ausnahmslos Originalpräparate.

Warum das so ist, lässt sich auch leicht nachvollziehen, dazu muss man lediglich mal für einen Moment die wirtschaftlichen Interessen eines Medikamentenfälschers betrachten. Und zwar hier konkret am Beispiel "Viagra": Bis vor 1,5 Jahren, also zu dem Zeitpunkt, zu dem der Wirkstoff Sildenafil noch in den meisten Ländern patentrechtlich geschützt war, kostete eine Viererpackung mit 4 x 25 mg Wirkstoff in einer deutschen Apotheke 44 Euro. Dieser Preis resultiert nun aber nicht daraus, dass der Wirkstoff so teuer wäre. Sildenafil ist nämlich leicht zu synthetisieren und sehr billig. Die in dieser Schachtel enthaltenen 100 mg Sildenafil kosteten schon zu dieser Zeit fast nichts, je nach Quelle 1-3 Cent. Und hier liegt die Geschäftsidee natürlich nahe: Wer ein solches Medikament nachahmt (gleichgültig ob mit oder ohne Wirkstoff - dessen Kosten sind in der Gesamtkalkulation völlig unbeachtlich), der kann damit auch dann noch einen großen Gewinn machen, wenn er es am Ende zu 50% des üblichen Abgabepreises auf den Markt wirft. Zumal es für ein solches "Lifestyle-Medikament" einen enormen Absatzmarkt gibt.

Es wundert also nicht, dass es für die Originalpräparate einen schwunghaften Handel mit gefälschten Präparaten gibt.

Doch jetzt kommen wir zum Bereich der Generika - und damit betreten wir eine völlig andere Baustelle! Die indische Regierung hat sich dem westlichen System, einen Wirkstoff für 20 Jahre ab Anmeldetag patentrechtlich zu schützen, niemals angeschlossen. Der Grund wurde schon erwähnt: Indien könnte seine riesige Bevölkerung niemals angemessen medizinisch versorgen, wenn es auf Importe aus oder Lizenzzahlungen an die Pharmaindustrie der 1. Welt gekettet wäre! Aus diesem Grunde gibt es in Indien eine seit Jahrzehnten etablierte und nach westlichen Standards produzierende Pharmaindustrie, die abseits der patentrechtlichen Regelungen anderer Länder ganz legal Medikamente für den indischen Markt produziert. Und übrigens schon seit vielen Jahren auch im Auftrag westlicher Firmen (weil diese natürlich ihre Produktion auch gerne in Billiglohnländer auslagern, wenn deren Standards westlichem Niveau entsprechen).

Diese Medikamente dürfen allerdings nicht in Länder exportiert werden, in denen die jeweiligen Wirkstoffe noch den gewerblichen Schutzrechten der Lizenzinhaber unterworfen sind.

An dieser Stelle kommt ein neues "Geschäftsmodell" ins Spiel: Wer diese Medikamente illegal in den Westen exportiert und dort vermarktet, kann wirkstoffgleiche Medikamente ebenfalls sehr günstig anbieten! Das hat mit "Fälschungen" nicht das geringste zu tun. Eine ASS 500 von Ratiopharm ist ja auch keine "Fälschung" einer Aspirin von Bayer! Um es nochmal zu betonen: Diese Medikamente werden von der streng kontrollierten indischen Pharmaindustrie hergestellt und sind von einwandfreier Qualität, sie stammen aus den gleichen Fabriken, aus denen auch viele Medikamente kommen, die ganz legal in jeder deutschen Apotheke zu bekommen sind!

Die oben schon erwähnten 100 mg Sildenafil kann man nun in Deutschland zu Preisen zwischen 50 Cent und einem Euro kaufen! Und dieser Preis umfasst die Herstellungskosten in Indien, den Transport (der ja auf Grund der Illegalität deutlich aufwändiger ist als wenn man ein paar Kisten indischen Tee nach Europa schafft) und auch noch die Gewinnspanne der Shops, die diese Präparate an den Endkunden verkaufen!

Dass solche Generika nicht "gefälscht" werden, liegt auf der Hand! Denn die Herstellung und der Vertrieb einer solchen Fälschung verspricht praktisch keine Gewinnaussichten. Der Fälscher hat Kosten für Pressung und Verpackung (die deutlich höher liegen als die Kosten einer indischen Pharmafirma, bei der stündlich mehrere Hundertausend Tabletten produziert werden) und auch die Kosten des Vertriebs wären identisch zu den original Generika. Da verlegt man sich als Fälscher doch lieber auf hochpreisige Originalpräparate!

Die guten und günstigen Generika aus indischer Herstellung sind für die westlichen Lizenzinhaber aber ein schmerzhafter Stachel im Fleisch der eigenen Profite. Zeigen sie doch, wie wenig der verlangte Preis ihrer Präparate mit den tatsächlichen Produktions- und Vertriebskosten korreliert. Deswegen betreibt die Pharmalobby eine Kampagne, die darauf abzielt, diese Generika beim Endverbraucher zu diskreditieren. Und das macht man geschickterweise dadurch, dass man diese Medikamente mit den ohne Zweifel vorhandenen Fälschungen der Originalpräparate ganz bewusst undifferenziert in einen Topf wirft. Da wird dann suggeriert, dass die ordnungswidrig beschafften Potenzpillen eben "gefährlich" seien, sie seien "gepanscht" und die veröffentlichten Zahlen - die ja für den Bereich aufgefundener gefälschter Originalpräparate durchaus plausibel sein mögen - werden unzulässigerweise auf diese Generika übertragen. Da der Gesetzgeber den Erwerb dieser Generika nur als Ordnungswidrigkeit mit einem geringen Bußgeld belegt, zudem die Wahrscheinlichkeit einer Entdeckung für den Käufer äußerst minimal ist, muss eben diese Panikmache als Abschreckung herhalten. Und da die Lobbymacht von Pfizer und Co. gigantisch ist, funktioniert diese Gehirnwäsche recht gut.

Um es nochmal zu betonen: Viagra, Cialis und Levitra besorgt man sich nicht "günstig" im Netz! Die Wahrscheinlichkeit, dabei einer Fälschung aufzusitzen, ist viel zu groß. Und auch wenn viele dieser Fälschungen dennoch Wirkstoff enthalten (der kostet ja fast nix), wird niemand mit Verstand ein Medikament einnehmen wollen, welches nicht von einwandfreier pharmazeutischer Qualität aus einem kontrollierten und staatlich überwachten Betrieb kommt, sondern unter unklaren Umstänen von irgendwem zusammengemischt wurde.

Es ist unseriös, wenn die westliche Pharmaindustrie Panik schürt, in dem sie den Unterschied zwischen "gefälschtem Originalprodukt" und "Generikum" nicht nur unterschlägt, sondern diese Bereiche sogar ganz bewusst vermischt!

Wenn Du Dir im Urlaub in einem Supermarkt auf Teneriffa ein paar Flaschen Spirituosen kaufst und sie unverzollt nach Deutschland verbringst, dann ist das zwar illegal (und möglicherweise auch moralisch bedenklich) - aber Du würdest nicht im Traum auf den Gedanken kommen, Deine Gesundheit damit mehr zu gefährden, als mit einer Flasche verzolltem Schnaps aus einem deutschen Supermarkt. Während Du andererseits vermutlich kaum auf die Idee kommen würdest, Dir ein paar Flaschen Fusel aus einer tschechischen Hinterhofdestille zu beschaffen. In dem Bereich funktioniert die Unterscheidung doch recht gut - vermutlich macht die Spirituosenlobby da etwas falsch... :mrgreen:

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Indische Generika

Beitrag von erlaing » Donnerstag 12. Februar 2015, 10:12

Zum Thema "indische Generika", das auch für uns hier eine wichtige Rolle spielt habe ich gerade bei Heise einen interessanten Artikel gefunden:

Ärzte der Welt legen Patenteinspruch gegen Mondpreis-Medikament ein

Dort wird am Rande auch der juristische Zusammenhang beschrieben und zudem erwähnt,
wie leistungsfähig die indische Genererika-Industrie ist. Ein zentraler Satz:
Diese positive Prognose hängt auch damit zusammen, dass Generika für Indien inzwischen
ein wichtiges Exportgut sind, mit dem Entwicklungs- und andere Schwellenländern zu einem
Bruchteil der Preise beliefert werden können, die amerikanische und europäische Unternehmen
für Medikamente verlangen.
Genau davon profitieren auch wir.

Noch eine Ergänzung - In diesem englischen Artikel werden die Tricks beschrieben, mit denen
die Pharmafirmen ihre Patente (=Profite) verlängern:

Explainer: evergreening and how big pharma keeps drug prices high

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