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Studie: Viagra-Konsumenten haben doppelt so oft Hörprobleme - Tinnitus als Nebenwirkung von PDE-5-Hemmern ?

Hilfe die vom Doktor verschrieben wird (Potenzmittel, Medikamente, Testosteron)
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Studie: Viagra-Konsumenten haben doppelt so oft Hörprobleme - Tinnitus als Nebenwirkung von PDE-5-Hemmern ?

Beitrag von Gast » Dienstag 11. Oktober 2011, 10:11

Hallo,

kurzer Bericht: Ich hatte dieses Jahr einen Burnout mit psychisch bedingter ED, Verlust der Libido. Habe mir über diese Zeit mit Silden und Tada geholfen.
Nachdem ich das erste mal Tada mit Silden kombiniert habe (vormittags ne halbe Tada, abends ne halbe Silden), hat sich ein beideitiger Tinnitus eingestellt, der nun seit drei Monaten besteht. Ein hochfrequenter Ton.

Ich habe jetzt seit etwa einer Woche alles abgesetzt, aber der Ton ist nicht zurückgegangen. Infusion und Kortison wirkungslos. Werde damit leben müssen.

Hierzu habe ich folgendes PDF im Netz gefunden:
http://www.arznei-telegramm.de/register/F6240VC.pdf

Das Positive ist, daß ich festgestellt habe, daß es auch ohne Pillen sehr gut geht. So wie vorher halt auch.

Wollte euch das nur mal mitteilen. Für den Fall, dass das jemand bei sich ebenso bemerkt, kann er dann schneller handeln als ich.

walker
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Re: Tinnitus: Mutmassliche schwere Nebenwirkung auf PDE-5-He

Beitrag von walker » Dienstag 11. Oktober 2011, 10:18

Tinnitus ebenso wie Sehstörungen sind bereits bekannte (und seltene) NWs.

robby39
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Re: Tinnitus: Mutmassliche schwere Nebenwirkung auf PDE-5-He

Beitrag von robby39 » Dienstag 11. Oktober 2011, 10:20

Naja.. auf der anderen Seite spricht ja leider das Burnout schon stark für einen Tinnitus. Solche Sachen treten ja eher bei Überanstrengung und Stress auf. Ich denke da weniger an einen Zusammenhang mit Sildenafil. Auch wenn es vielleicht bei den vielen die einen Tinnitus schon hatten bestimmt einige Silden User gab.

PS: Nur meine persönliche Meinung als NICHT-Mediziner

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Dieter666
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Re: Tinnitus: Mutmassliche schwere Nebenwirkung auf PDE-5-He

Beitrag von Dieter666 » Dienstag 11. Oktober 2011, 11:24

Freund von mir hatte auch nach Burnout Tinnitus - ist aber nach einigen Monaten wieder verschwunden ...

PS: Als älterer alleinstehender Professor hatte er garantiert keine PDE5-Hemmer genommen.
Altersbedingte (77 Jahre jung!) ED - mit 150 - 200 mg Silden noch gut im Griff - sagt meine Lebenspartnerin (auch schon ü70) :D

prolonaut
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Re: Tinnitus: Mutmassliche schwere Nebenwirkung auf PDE-5-He

Beitrag von prolonaut » Dienstag 11. Oktober 2011, 19:53

Habe ich mal irgendwann im TV gesehen:

http://wissenschaft.de/wissenschaft/news/274982.html

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Re: Tinnitus: Mutmassliche schwere Nebenwirkung auf PDE-5-He

Beitrag von Gast » Freitag 14. Oktober 2011, 17:39

Sicher, daher schreibe ich "mutmasslich". Genau wissen werde ich das nie. Es ist vielleicht etwas deutlicher, wenn ich den zeitlichen Ablauf etwas besser darlege.

Die schlimmsten Symptome waren März bis Juli. Also Schlaflosigkeit bzw. frühes Erwachen und nicht mehr schlafen können, Nahrungsaufnahme nicht möglich, Verlust von 18kg Gewicht in 4 Wochen, Sehverlust auf einem Auge, mehrmals kolabiert mit Bewußtlosigkeit, Panikattacken... Das ist eine große Sch...., die somatischen Beschwerden lassen kein Leben mehr zu, erst Recht kein Liebensleben. Da meine Frau aber 3x die Woche als Minimum ausgerufen hat, mußte ich da irgendwie durch. Silden schafft nunmal eine stressresistente Erektion, insbesondere wenn man körperlich da unten in Ordnung ist. Am Anfang probierte ich Tada, aber das ist, als wenn man das Wirkvolumen einer Silden über 2 Tage zieht, entsprechend schwächer. Ging garnicht.

Ein Verhaltenstherapeut hat mich wieder hingebogen, mir gezeigt wie man gezielt den Körper aus der Spannung nimmt, um eine Regeneration einzuleiten. Der Appetit kam wieder, der Schlaf auch. Damit wurde es besser. Allerdings bin ich auf den Pillen hängengeblieben, wollte nichts riskieren. Ein "Hänger" hätte mich bedrohlich zurückgeworfen, so dachte ich. Obwohl es mir eigentlich wieder ganz gut ging.

Im August habe ich dann die Dosierung umgestellt. Vormittags halbe Tada, abends vorm dingsbums dann ne halbe Silden. Und peng, in der gleichen Nacht hatte ich das hohe Pfeifen im Kopf. Und das hat sich seitdem nicht geändert.

Ein Zusammenhang ist also denkbar. Der Zeitpunkt und die Umstände sind verdächtig.

Dies nur zur Info, falls es jemand bei sich ebenso feststellt. Bekanntlich ist bei dieser Diagnose Eile geboten.

Hanseat
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Re: Tinnitus: Mutmassliche schwere Nebenwirkung auf PDE-5-He

Beitrag von Hanseat » Dienstag 18. Oktober 2011, 13:40

Tinnitus habe ich seit vielen Jahren. Wenn es recht still ist, in nur einer Frequenz. Und wenn es absolut ruhig ist oder ich Stress habe, in zwei weiteren Frequenzen.

Seit einer Tadalafil-Tagesdosis von 10 mg höre ich alle drei Frequenzen lauter als vorher. Wenn ich das Tada absetze, verschwindet es wieder und wenn ich höhere Dosen nehme, wird es stärker. Bei einer Einmaldosis von 40 mg Tada wird es im Alltag störend. Tinnitus ist bei Einmaldosen ab 20 mg die allererste Wirkung, die ich vom Tada spüre, noch lange vor dem Flushing und seiner erwünschten Hauptwirkung. Bei einer Tagesdosis von 5 mg spüre ich keine wesentliche Veränderung meines Tinnitus und würde 5 mg Tada von einem Placebo nicht unterscheiden können, was den Tinnitus betrifft.

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zipfler
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Re: Tinnitus: Mutmassliche schwere Nebenwirkung auf PDE-5-He

Beitrag von zipfler » Dienstag 18. Oktober 2011, 14:37

Nach über 2 Jahren recht hoch dosierter Einnahme aller drei Substanzen keine Nebenwirkungen mehr, außer gelegentlichem Sodbrennen.
Und dagegen gibt es bei Bedarf Omeprazol oder Ranitidin.
Gruß
zipfler Bild

Steffen
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Tinnitus nach Sildenafil?

Beitrag von Steffen » Donnerstag 23. Januar 2014, 15:10

Liebes Forum,

Bin 20 Jahre alt, vollkommen gesund und habe auch keine bekannten (Medikamenten-) Allergien oder Unverträglichkeiten. Hab am Sonntag zum ersten Mal eine Drittel-Viertel Kamagra probiert (25-35mg), war auch von den Effekten recht begeistert: Hauptwirkung war beim Selbstversuch gut vorhanden, Nebenwirkungen bis auf ein wenig Kopfweh und Nase zu de facto nichts.
Nun hab ich am Montagabend auf einmal einen relativ deutlichen hohen Ton im Ohr gehört bei Ruhe. Dieser ging Gott sei Dank durchs Schlafen weg, am nächsten Morgen war jedoch ein diffuses Rauschen in beiden Ohren vorhanden (man denke an das Flimmern/Schneebild beim Fernseher, wenn kein Empfang vorhanden ist). Da es bis heute nicht weg ging, habe ich einen HNO aufgesucht, der nach ein paar Tests (die alle unauffällig verliefen) sagte, dass es sich wohl um einen akuten Tinnitus handelt, worauf er mir einige Medikamente verschrieb und mich Anfang nächster Woche wieder wegen einer Nachkontrolle sehen will.
Nun zu meiner Frage: Hat hier bereits jemand anderes Erfahrungen diesbezüglich gemacht? Habe natürlich auch etwaige andere Faktoren bedacht, die in Frage kommen würden, jedoch ohne großartigen Erfolg sprich eigentlich habe ich in letzter Zeit keine großen Lebensstil-Veränderungen durchgeführt.

Mit freundlichen Grüßen
Steffen

eGXX
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Re: Tinnitus: Mutmassliche schwere Nebenwirkung auf PDE-5-He

Beitrag von eGXX » Freitag 24. Januar 2014, 08:51

Ich persönlich neige dazu, gelegentlich hochfrequente Töne zu hören, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Diese Neigung hat sich nach 2-3 Jahren Tada bisher nicht verstärkt. Generell fehlt mir dem verlinkten Bericht der wissenschaftliche Unterbau (sprich Studien mit Kontrollgruppe etc.). Es lassen sich bestimmt auch genug Beispiele finden, wo Silden-User vom Auto überfahren wurden. Natürlich ist aber ein Zusammenhang denkbar.

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