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Potenzprobleme nach Finasterid, bitte um Rat!

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Canon
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Potenzprobleme nach Finasterid, bitte um Rat!

Beitrag von Canon » Samstag 5. Januar 2019, 16:25

Hallo zusammen!

Ich wende mich an euch in der Hoffnung auf Rat.

Folgende Vorgeschichte und Symptomatik:

32 Jahre alt, von 2008-2012 Finasterid gegen Haarausfall genommen und seitdem folgende Symptome: schwacher Harnstrahl, Potenzprobleme, schwacher Orgasmus, geringe Libido und ständiger Harndrang besonders nachts.

Was ich bei meinen Potenzproblemen merkwürdig finde: Mein penis steht morgens beim Aufwachen wie eine 1. Wenn ich den sexuellen Akt beginnen möchte auch. Nur sobald er drin ist, nimmt er an Festigkeit ab und wird dann mit der Zeit immer weicher, was ziemlich unangenehm ist.

Mit cialis habe ich etwa eine 80% Härte, aber dennoch find ich es erschreckend dass ich mit Anfang 30 schon auf Potenzmittel zurückgreifen muss.

Grüße

Mod:
Thema verschoben, Titel ergänzt.

Sheldon
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Re: Potenzprobleme nach Finasterid, bitte um Rat!

Beitrag von Sheldon » Sonntag 6. Januar 2019, 05:05

Wenn es wirklich an dem Zeug liegt (Abklärung?), ist mein letzter Stand leider, dass dir ausser warten und hoffen nicht viel übrig bleiben wird... :(

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... d-anhalten
"(...) Die Auswertung von elektronischen Krankenakten der Northwestern Universität in Chicago zeigt jedoch, dass es sich um ein regelmäßig auftretendes Phänomen handelt. Von den 11.909 Patienten, denen einer der beiden 5-alpha-Reduktasehemmer verordnet wurde, entwickelten 167 (1,4 Prozent) eine PED, von der sie sich nach dem Absetzen im Mittel erst nach 1.348 Tagen erholten."

Ich habe mal im Forum von alopezie.de gelesen, dass manche dort tatsächlich seit Jahren vergeblich darauf hoffen, dass es endlich wieder so wird wie früher :(
Ich drück dir die Daumen.
Ist wirklich ein Dreckszeug!

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NeverMind
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Re: Potenzprobleme nach Finasterid, bitte um Rat!

Beitrag von NeverMind » Sonntag 6. Januar 2019, 07:40

Canon hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 16:25
.....dennoch find ich es erschreckend dass ich mit Anfang 30 schon auf Potenzmittel zurückgreifen muss.
Du hast vor allem ein Kopfproblem, leidest an mangelndem Selbstwertgefühl. Akzeptiere den Haarausfall, einfach gesagt, aber eine Möglichkeit. Ich kenne das Problem, es ist lange her, mit Mitte 30 verlor ich den größten Teil meiner Lockenpracht und musste mich damit arrangieren (dauerte länger und war nicht einfach für mich). Heute und rückblickend kann ich sagen, dass es mich (nachdem ich mich damit abgefunden hatte) in keine Weise behindert hat und für Frauen kein Problem darstellt. Es ist pflegeleicht, hygienisch und sexy :top: :D .
Carpe diem!

"Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!" (Sprichwort der Dakota-Indianer)

Canon
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Re: Potenzprobleme nach Finasterid, bitte um Rat!

Beitrag von Canon » Sonntag 6. Januar 2019, 18:06

Danke! Das Haarproblem hat sich mittlerweile geklärt. Wenn ich Cialis nehme, ist die ganze Blasenproblematik weg und der Penis steht auch wie ne 1.

Überlege jetzt erstmal für die nächsten Monate einfach täglich cialis zu nehmen.

Collya
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Re: Potenzprobleme nach Finasterid, bitte um Rat!

Beitrag von Collya » Mittwoch 9. Januar 2019, 09:11

Sheldon hat geschrieben:
Sonntag 6. Januar 2019, 05:05

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... d-anhalten
"(...) Die Auswertung von elektronischen Krankenakten der Northwestern Universität in Chicago zeigt jedoch, dass es sich um ein regelmäßig auftretendes Phänomen handelt. Von den 11.909 Patienten, denen einer der beiden 5-alpha-Reduktasehemmer verordnet wurde, entwickelten 167 (1,4 Prozent) eine PED, von der sie sich nach dem Absetzen im Mittel erst nach 1.348 Tagen erholten."
...
Ist wirklich ein Dreckszeug!
Nur mal als "positives Gegenbeispiel": ich nehme Finasterid seit über 7 Jahren erfolgreich gegen erblich bedingten Haarausfall und bin froh um dieses Medikament, weil mir Glatze bzw. Mönchstonsur einfach so gaaar nicht stehen. Auch kann ich keine nennenswerten Nebenwirkungen verzeichnen (eventuell leichte Abschwächung der Libido/Geilheit - kann aber auch eingebildet sein). Meine leichte psychische ED hatte ich bereits auch schon vor Beginn der Finasterid-Medikamentation und ist nach subjektivem Empfinden über die Jahre nicht schlimmer geworden.
Auch die im Ärzteblatt zitierte Entwicklung einer PED bei einer Quote von 1,4% aller Nutzer finde ich verhältnismäßig gering und macht die Risiko-Nutzen-Abwägung des Gebrauchs von Finasterid in meinen Augen vertretbar.
Womit natürlich nicht in Abrede gestellt werden soll, dass jeder persönliche Einzelfall einer durch Finasterid verursachten PED für den Betroffenen eine unangenehm belastende Nebenwirkung und Einschränkung darstellt. Aber solange man es mit den gängigen PDE5-Helferlein im Griff hat (und nicht auf Glatze steht) ist es doch eine händelbare Angelegenheit.
Leider gibt es für geistige Inkontinenz keine Windeln.

Collya
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Re: Potenzprobleme nach Finasterid, bitte um Rat!

Beitrag von Collya » Mittwoch 9. Januar 2019, 10:33

Korrektur: es handelt sich bei mir um hormonell bdingten Haarausfall...nicht erblich bedingten. Sorry
Leider gibt es für geistige Inkontinenz keine Windeln.

junior93
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Re: Potenzprobleme nach Finasterid, bitte um Rat!

Beitrag von junior93 » Montag 21. Januar 2019, 13:07

Hey habe mit Finasterid aufgrund der NW's aufgehört.
Hatte das komplette Programm.
Sehr starke Depression,
keine Libido,
kaum eine standhafte Erektion,
Nippel- und Hodenschmerzen.
Selbstmordgedanken kamen auch noch dazu.
Die Einnahme von Finasterid hat sich wie eine Kastrattion angefühlt. Einnahmedauer: 6 Monate.
1mg/d .
Seitdem absetzen vor 4 Monaten ist die Depression allmählich verschwunden. Da ich noch eine pornoinduzierte ED hatte, kann ich dir nur soviel sagen, dass mit Hilfe von NoFap dieses Problem beseitigt wurde.

Es dauert bis alle NW's von Finasterid verschwinden.
Manche Menschen reagieren sehr empfindlich auf Finasterid. Lieber eine Glatze und Libido.
:burn: Feuer und Flamme :burn:

Rhenuzerus
Gast

Re: Potenzprobleme nach Finasterid, bitte um Rat!

Beitrag von Rhenuzerus » Freitag 15. Februar 2019, 18:07

Ich würde nur mal gern einwerfen, dass es gerade in Kombination mit Fin eine große Wahrscheinlichkeit gibt, dass es sich um einen Nocebo-Effekt handelt. So ist es bei mir jedenfalls zu 100%.

Ich nehme Fin seit über 10 Jahren erfolgreich gegen Haarausfall und hatte nie Probleme. Nach etwa sieben Jahren habe ich zum ersten mal von den möglichen Nebenwirkungen gehört (der Arzt, der mir das Zeug vor zehn Jahren verschrieben hat, hat mich ZUM GLÜCK nicht aufgeklärt). Ich bekam sowas wie einen kleinen Nervenzusammenbruch bzw. eine Panikattacke und siehe da, seit dem habe ich beim Sex eine leichte psychische ED. Jedes mal vorher rast mein Herz, ich habe innerlich richtige Panik, so schlimm, dass ich am liebsten gar keinen Sex mehr hätte - da ist es natürlich klar, dass nicht alles funktioniert.

Alleine dagegen funktioniert alles wie immer, da kann auch mal eine gemütliche Session eine Stunde oder länger gehen es gibt nie Härteprobleme. Selbst ohne Lust krieg ich das Ding immer dauerhaft und zuverlässig steinhart. Ebenso bei Handjobs und Blowjobs, also dort, wo ich nicht "performen" muss. Daher kann ich ziemlich sicher ausschließen, dass es an Fin direktliegt - aber seit ich von den Nebenwirkungen und INSBESONDERE den monströsen Erfahrungsberichten in diversen Foren gelesen habe, habe ich eine richtiges Trauma entwickelt. ( Dass es mit Erfahrungsberichten im Internet oft so ist, dass sich natürlich die Leute melden, die ein Problem haben und nicht die, bei denen alles super funktioniert und die nix zu berichten habe, weiß ich rational - aber die Psyche interessiert es nicht)- Letztes war wieder irgendwo ein Artikel in einer Zeitung, nur bei einem Blick auf die Überschrift habe ich sofort Herzrasen und ein Druckgefühl im Kopf bekommen.

Dabei machen die meisten Geschichten medizinisch gar keinen Sinn - sage ich mal als jemand vom Fach. Natürlich gibt es immer mal wieder spontane Unverträglichkeiten usw. aber Fin gehört zu den am besten getesteten und auch in der langfristigen Wirkung untersuchten Medikamenten, da es bereits über ein Jahrzehnt vor der Einnahme gegen Haarasufall in 5x höherer Dosierung gegen Prostatitis eingesetzt wurde. WENN jemand zu den seltenen Fällen gehört, die die Nebenwirkungen haben, dann wird er das sehr schnell merken und das Präparat absetzen. Es ist für mich rational eigentlich ziemlich klar, dass ernsthafte physische Schäden extrem selten und nach allen Regeln der Medizin auch reversibel sein sollen (die DHT Produktion normalisiert sich nach Ende der Einnahme recht schnell, ein "Post-Fin-Syndrom" ist medizinisch außerhalb von anekdotischen Einzelfällen nicht belegt und vor allem nicht erklärbar). Aber rational und emotional sind zwei paar Schuhe.

PS: Mir haben unsere Pillchen jedenfalls sehr drüber weggeholfen, mit ihnen war das Problem für Jahre weg. Nur leider wirken die neueren nicht mehr so wie die in den letzten Jahren und das bringt die psychische Angst eben wieder. Blöde Geschichte, hoffe, dass eine andere Marke wieder besser wirkt, aber mehr dazu in dem anderen Thread.

PPS: Was du beschreibst, lieber TE, ist auch exakt was ich erlebe und glaub mir, du hast zu 99% eine psychisch bedingte ED. Wann hast du zum ersten mal von den "schlimmen Nebenwirkungen" erfahren? Kann es sein, dass es da eine zeitliche Überschneidung gibt? Denk auch mal selbst logisch nach - wenn es ein körperliches Problem ist, dass zB die nötigen hormonellen Botenstoffe für eine Erektion nicht ankommen, Rezeptoren weg sind usw. (was manche "Post-Fin" Panikmacher so als Gründe für das Post Fin Syndrom heranziehen), dann hättest du doch nicht in der einen Tageszeit oder Situation zuverlässig und dauerhaft eine Reaktion, in der anderen aber nicht. Das einzige was sich dort ändert ist deine psychische Belastung. Das mit Harndrang usw. hatte ich auch eine Zeit. Das ist ein klassischen Symptom einer Angststörung. Es verschwand, als ich mithilfe von Cialis endlich eine Absicherung gefunden und mir beim Sex keine Sorgen mehr machen musste, außer, dass das Kondom nicht reisst. Und es kommt jetzt wieder, wo dieses Hilfsmittel aktuell nicht gut funktioniert. Lass es mich dir versichern: dir fehlt körperlich gar nichts! Aber wie man die Psyche einigermaßen wieder hinbekommt weiß ich leider auch nicht - versuche es seit 5 Jahren und dachte ich hätte mich mit Cialis "geheilt", aber nach dem ersten Rückschlag ist alles wieder auf 0 leider :(

italia
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Registriert: Mittwoch 14. März 2018, 06:48

Re: Potenzprobleme nach Finasterid, bitte um Rat!

Beitrag von italia » Freitag 15. Februar 2019, 21:36

Mein Kollege ist 67 Jahre alt und nimmt diesen Produkt gegen Haarausfall seit 15 Jahren, Vorteil er hat sehr lange und schöne Haare mit 67, er sieht aus genau wie 47 Jahre alt !! Aber impotenz bei Geschlechtsverkehr wo er seit 14 Jahren nicht mehr machen kann, es funktioniert nur noch Position 69 ! sogar mit Kamagra Jelly kommt er nicht mehr hoch und mir Procalis null wirkung , er akzeptiert es dass nur 69 geht.
Mein Arzt sagte mich immer früher, lieber eine Glatze haben dafür mehr Potenz.

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