Wie hart ist hart?

Hier können sich (neue) User vorstellen und ihre Erfahrungen mitteilen
Bambule
Gast

Wie hart ist hart?

Beitrag von Bambule » Mittwoch 22. Februar 2017, 13:46

Hallo miteinander,

ich weiß nicht, ob das generell Platz hier im Forum hat, aber da sich hier ja eigentlich nur Spezialisten bzgl. Erektionen und allem was dazu gehört befinden, versuch ich es einfach mal. Vielleicht noch vorab: ich poste das bewusst nicht in einem Forum für ED. Ich habe mich dort mal eingelesen und habe den Eindruck, dass dort hauptsächlich (womöglich zurecht) gelitten wird und hier sich alles viel mehr um die effektive Lösung zu drehen scheint.
Nun aber los. Ich habe jahrelang Probleme mit der Erektion gehabt. Bin gerade 30 geworden und habe vor ca. 2 Jahren mein Leben derart umgestellt, dass ich sehr viel Sport mache, keine Pornos mehr schaue (welche ich eigentlich immer als Grund für meine Probleme angesehen habe) und mich gesund ernähre. Kein Rauchen, kein Alkohol. Ich habe während der Zeit, als ich stets Probleme mit der Erektion hatte immer zu Sildenafil gegriffen. Nun ist meine Libido, nach dem klassischen anfänglichen Abfall wenn man den Pornos entsagt, eigentlich wieder gut. Ich kann meine Erektionen eigentlich auch verhältnismäßig gut halten, wobei 10mg Cialis das ganze noch etwas erleichtern :).
Mein Problem ist jedoch, dass ich, so doof es sich anhört, mittlerweile gar nicht mehr weiß, wie hart eine "richtige" Erektion eigentlich sein muss. Ist es normal, dass man den Penis ein wenig, also ca. 20° noch oben und unten abknicken kann und er auf Druck auch relativ leicht nachgibt. Ich lese hier so oft von "steinharten" Erektionen und muss sagen, dass ich das bei mir eigentlich nie sehe. Ist das mit 30 schon normal? Denn mit bspw. 18 war das noch ganz anders. Ich weiß nicht was man sich unter dem hier so oft beschriebenen "Gummiknüppel" vorstellen muss, aber wahrscheinlich trifft es das am besten, wenn ich für meine Verhältnisse eine sehr gute Erektion habe.
Klar, ich kann und werde natürlich einfach PDE-5-Hemmer nehmen. Aber das Problem, wenn man es denn so nennen kann, wird ja mit den Jahren nicht besser werden. Hat jemand eine Meinung, oder einen Rat zum geschilderten Sachverhalt?

PS: Meine Blutwerte sind alle gecheckt und in Ordnung. Ein Schwellkörpertest wurde nie gemacht, wobei man bei einem venösen Leck glaube ich auch gar keine Erektion halten kann, oder? Das einzige, was ich mir noch vorstellen könnte wäre, dass ich evtl. einen zu schwachen Beckenboden habe. Oder einfach zu wenig Blut in meinen Penis fließt.

Benutzeravatar
NeverMind
mensHELPer
mensHELPer
Beiträge: 3039
Registriert: Freitag 8. August 2014, 14:21

Re: Wie hart ist hart?

Beitrag von NeverMind » Mittwoch 22. Februar 2017, 14:15

Bambule hat geschrieben:Ist es normal, dass man den Penis ein wenig, also ca. 20° noch oben und unten abknicken kann und er auf Druck auch relativ leicht nachgibt.
Nein, abknicken sicher nicht, eindrücken lässt er sich auch nicht. Als steinharte Erektion würde ich es bezeichnen, wenn er so hart ist, dass es schmerzt (weil die Blutgefäße fast platzen). Das ist bei mir (Ü50) mit Silden nicht immer, aber oft der Fall.
Carpe diem!

"Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!" (Sprichwort der Dakota-Indianer)

Benutzeravatar
big-mike
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3272
Registriert: Mittwoch 12. November 2014, 14:12

Re: Wie hart ist hart?

Beitrag von big-mike » Mittwoch 22. Februar 2017, 14:16

Willkommen! :)
... ich poste das bewusst nicht in einem Forum für ED.
Natürlich ist MH ein Forum gegen ED. ;)


. Ich habe mich dort mal eingelesen und habe den Eindruck, dass dort hauptsächlich (womöglich zurecht) gelitten wird und hier sich alles viel mehr um die effektive Lösung zu drehen scheint.
Da hast du vollkommen Recht! :top:
Auf geht's,...Sufu anwerfen und lesen! Erstes Stichwort geb' ich mal vor: "Erektionswinkel". :)
Wenn Männer Wert auf Weiber legen,
tun Sie's meist der Laiber wegen.

Flocki
mensHELPer
mensHELPer
Beiträge: 2097
Registriert: Donnerstag 20. Februar 2014, 14:39
Wohnort: Tief im Westen...

Re: Wie hart ist hart?

Beitrag von Flocki » Mittwoch 22. Februar 2017, 15:08

Du kannst auch mal mit Cockringen experimentieren, das macht bei mir die Erektion durchaus noch eine Stufe "praller".

ciao
Flocki

Benutzeravatar
Diavolo
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 6471
Registriert: Mittwoch 11. August 2010, 22:06

Re: Wie hart ist hart?

Beitrag von Diavolo » Mittwoch 22. Februar 2017, 16:02

Wie hart ist hart, gute Frage. Meine Einschätzung:

Baumelschwanz:
Erektion nur ansatzweise vorhanden, Penis vergrößert aber kein Winkel >= 90 Grad.
Eindringen nicht oder nur unter größtem Aufwand möglich.
Wird bei Tada-Nutzern auch Blutwurst (Cock on Standby) genannt.

Weichwurst:
Erektion vorhanden, Tendenz unter den >= 90 Grad Winkel zu sinken. In der Länge nicht druckfest genug, um vaginal problemlos oder anal zu penetrieren. Dabei taucht oft das Wort "Stopfen" auf. Darunter verstehe ich das stabilisieren des Schwanzes mit der Hand, um überhaupt das Eindringen zu ermöglichen.

Gümmiknüppel:
Normale Erektion. Der Penis lässt sich nur leicht eindrücken, steht >= 90 Grad vom Körper ab. Vaginaler Verkehr ist ohne Probleme möglich. Für anale Penetration unter Stress oder bei ungeübtem Gegenüber möglicherweise nicht ausreichend.

Stahlrute:
Das Superlativ. Der Penis vollkommen hart und völlig unzerstörbar, läßt sich nicht mehr eindrücken und nur noch an der Wurzel leicht schwenken. Damit geht alles, nur sollte man vorsichtig damit umgehen, ist eine echte Waffe.

Wie kommt man zu einer Stahlrute? Nun, nur der Einwurf von Sildenafil reicht bei mir nicht aus. Ohne hinreichend horny zu sein, bleibt auch die Stahlrute aus. Kopfkino + heisses Gegenüber + Sildenafil => Stahlrute. Ein gekonnter Blow- oder Handjob hilft auf jeden Fall auch auf den Berg der Stahlrute.

PS:
Sehe ich wie Flocki, ein Cockring bringt auf jeden Fall etwas. Muss ja nicht gleich die Luxusvariante sein, ein günstiger Gummiring ist auch OK.

Update:
Bei einer lustigen ED schwankt man aus Erfahrung zwischen Weichwurst und Gummiknüppel, der sich aber nach Minuten zur Weichwurst davon macht. Ergebnis: Man ist scharf wie ein Iltis, bekommt aber den GV nicht hin. :palm: Jetzt nicht lange zögern, entweder auf zum Arzt und/oder menshelp studieren.

laessi
Beiträge: 23
Registriert: Dienstag 13. Dezember 2016, 16:43

Re: Wie hart ist hart?

Beitrag von laessi » Mittwoch 22. Februar 2017, 17:50

Diavolo hat geschrieben:Wie kommt man zu einer Stahlrute? [...] Ohne hinreichend horny zu sein, bleibt auch die Stahlrute aus. Kopfkino + heisses Gegenüber + Sildenafil => Stahlrute.
:top: Vielleicht noch ergänzend...ausgeruht sein halte ich für verdammt wichtig.
Diavolo hat geschrieben:[...] ein Cockring bringt auf jeden Fall etwas.
http://shop.1atoys.net/Cockringe/ringma ... ug-51.html
Ich habe den bei einer Bestellung gratis dazu bekommen. Angenehmes Material und wirklich anders als die meisten bekannten Ringe.

Bambule
Gast

Re: Wie hart ist hart?

Beitrag von Bambule » Donnerstag 23. Februar 2017, 00:20

Vielen lieben Dank für die Tipps und Einschätzungen!
Ich habe eine ziemliche Odyssee an Ärzten hinter mir, die sich mehr oder weniger durch die Bank geweigert haben irgendwelche Untersuchungen vorzunehmen mit der einvernehmlichen Begründung, dass ich gesund aussehe und sowas in meinem Alter immer psychisch sei. Einer hat mir Blut abgenommen und meinte es sei alles in bester Ordnung.
Nun bin ich vor kurzem, weil ich die besagten "Symptome" in stressfeeien Situationen (also Selbstbefriedigung) in gleichen Ausmaß habe, in einer Uniklinik vorsprechen gewesen. Der Arzt schien sehr bemüht, veranlasste auch ein großes Blutbild inklusive einiger Zusatzwerte und bat mich zur Besprechung nächste Woche wiederzukommen. Was mich jedoch auch hier wieder enttäuschte war, dass er beim Anblick meiner Hoden direkt meinte "ne ein Testosteronmangel wirds nicht sein, sondern wohl doch eher was psychisches". Das mit dem Testosteron mag ja stimmen, aber die direkte Schlussfolgerung Psyche ist irgendwie daneben.
Im Gespräch davor hat er erwähnt, dass die Möglichkeit eines Schwellkörpertest in der Klinik bestünde. Hat jemand sowas mal gemacht bekommen? Sollte ich eurer Meinung nach darum bitten dies zu veranlassen, damit sowas auch ausgeschlossen werden kann? Bei der Odyssee die ich hinter mir habe, kann ich mir nämlich kaum vorstellen, dass ich mir demnächst den nächsten Arzt suche. Und die beschriebene Härte mit 20 Grad abknicken sind schon das Nonplusultra bei mir. Ich hatte ganz lange Zeit bei dem Gefühl starker Erregung Erektionen, die ich 60-70 Grad abknicken konnte.

Benutzeravatar
NeverMind
mensHELPer
mensHELPer
Beiträge: 3039
Registriert: Freitag 8. August 2014, 14:21

Re: Wie hart ist hart?

Beitrag von NeverMind » Donnerstag 23. Februar 2017, 07:17

Bambule hat geschrieben:Im Gespräch davor hat er erwähnt, dass die Möglichkeit eines Schwellkörpertest in der Klinik bestünde. Hat jemand sowas mal gemacht bekommen? Sollte ich eurer Meinung nach darum bitten dies zu veranlassen, damit sowas auch ausgeschlossen werden kann?
Du musst das machen, denn dein Problem könnte ja durchaus in einer Schwellkörperproblematik liegen, das sollte dann auch untersucht werden.
Diavolo hat geschrieben:Stahlrute:
Das Superlativ...... Damit geht alles, nur sollte man vorsichtig damit umgehen, ist eine echte Waffe.
:top:
Carpe diem!

"Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!" (Sprichwort der Dakota-Indianer)

Bambule
Gast

Re: Wie hart ist hart?

Beitrag von Bambule » Donnerstag 23. Februar 2017, 13:13

Ok, so wirds gemacht. Vielen Dank nochmal für die Tipps!

Vom Ergebnis werde ich mich einfach mal überraschen lassen. Hoffentlich gibt es da sowas wie einen Wert der denn Blutfluss misst und nicht bloß die Einschätzung des Arztes, damit ich mir damit zur Not noch ne Zweitmeinung einholen kann. Nicht, dass ich mir anmaße einem Arzt zu erzählen, was richtig und was falsch ist, aber im Gespräch hatte ich dem Arzt gesagt, dass ich in schlechten Zeiten üblicherweise so ca. 60%-ige Erektionen hatte und diese auch nur mit Anstrengung halten konnte. Daraufhin stellte er mir etwas forsch die Gegenfrage (die mir auch schon von anderen Ärzten gestellt wurde) "ja wie jetzt, reicht es zum Eindringen oder nicht!?". Hört sich so an, als ob für Ärzte kein Problem vorliegt, sobald Eindringen möglich ist. Ich wünschte ich würde mal auf einen Arzt treffen mit einem ähnlichen Ansatz, wie den der (alteingesessenen) User hier.
Nun gut, bevor das jetzt in eingangs erwähnte Leiden abriftet: Der Termin ist am 07.03. Ich werde anschließend mal berichten.

Viele Grüße

Benutzeravatar
Alfredi
mensHELPer
mensHELPer
Beiträge: 936
Registriert: Dienstag 21. August 2012, 11:27

Re: Wie hart ist hart?

Beitrag von Alfredi » Donnerstag 23. Februar 2017, 15:18

Bambule hat geschrieben: "ja wie jetzt, reicht es zum Eindringen oder nicht!?".
dann antworte mit "gelegentlich oder selten", lass dich nicht auf eine Ja/Nein Lösung ein.
Du kannst ruhig sagen dass du dir eine Lösung suchst und keine Allgemeinplätze.
viele Männer halten Monogamie für eine exotische Holzart.
Platz ist in der kleinsten Möse
Ü 60, altersbedingte ED...

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast