Tadalafil ua. Erectalis vs Sildenafil bei täglicher Einnahme

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Wassermann
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Tadalafil ua. Erectalis vs Sildenafil bei täglicher Einnahme

Beitrag von Wassermann » Donnerstag 2. September 2010, 22:53

Wer weiß Rat? - Erectalis vs Sildenafil bei täglicher Einnahme
Seite 1 von 2
mclaine (26 Jul 2009 3:14) hat geschrieben: Moin.
Ich nehme seit einigen Wochen Erectalis nachdem bei mir aus körperlichen Gründen und wg. Extremstreß schlichtweg nix mehr ging, und zwar 10mg vor dem Schlafen und 10mg am Tag. Also nicht zur Sexausübung sondern in erster Linie aus Gründen des "Wiederaufbaus".
Ich bin trotz nach wie vor andauerndem starken Streß und vorhandener IPP durchaus nicht unzufrieden mit den ersten Ergebnissen.
Hinzu kommt tägliche Einnahme von L-Arginin und OPC.
Mein Problem: die Einnahme von Erectalis erzeugt mittlerweile ätzendes Sodbrennen, das mich sogar nachts aus dem Schlaf holt, was nicht sonderlich hilfreich ist, da ich ua. wg. extremem Schlafmangel sehr erschöpft bin.
Meine Frage ist, ob diese Dauermedikation nicht auch mit Sildenafil möglich ist, da ich dabei null Sodbrennen habe, d.h.: sind die Ergebnisse, die nach allgemein vorliegenden Ergebnissen mit Tadalafil möglich sind, auch mit Sildenafil zu erreichen?
Meine Einahme ist dabei 4x 25mg Sildenafil/Tag.
Ich muß allerdings anmerken, daß die Wirkung verschiedener Sildenafil-Präparate bei mir stark unterschiedlich ist: manche wirken gar nicht, manche ansprechend.
Starbuck (26 Jul 2009 9:13) hat geschrieben: Sodbrennen ist leider bei Tada öfters der Fall

Gegenmittel: Kaiser Natron in Tablettenform nehmen (Salz) hilft super. In der Form stets griffbereit.
Hat jeder DM oder Schlecker

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Dauermedikation ist mit Sildenafil natürlich auch möglich.

Ausreichend wäre dabei 3x 25mg am Tag

Morgens-->nach 6Std wieder, also Nachmittag und Abends vor dem Schlafengehen)

Wichtig ist für die Dauermedi, dass es in der Nacht durchgehend wirkt, da dort diese Erektionen stattfinden die den Schwanz trainieren.

Besser wäre evtl sogar Vardenafil (da es etwas längere Halbwertzeit als Silden. hat. Ungefähr 8-9 Std)
Dann würde es wohl reichen morgens (10mg) und vor dem Schlafen (10mg)es zu nehmen


Welche Sildenafil wirken "wie gut" bei dir? Wäre interessant wenn du da ne Aufstellung machen könntest. (evtl Quelle der Tabs falls es relevant wäre)
walker (26 Jul 2009 10:00) hat geschrieben: Sodbrennen hatte ich noch nie mit Tada, selbst bei Überdosen von 60mg nicht
mclaine hat geschrieben: Ich nehme 10mg vor dem Schlafen und 10mg am Tag. Also nicht zur Sexausübung sondern in erster Linie aus Gründen des "Wiederaufbaus".

???
das verstehe ich jetzt nicht

PDE5-Hemmer aus Gründen des "Wiederaufbaus" ( = Kräftigung, Sauerstoffanreicherung des Pensigewebes ) zielen als Dauermedikation in erster Linie ab auf stärkere nächtliche Erektionen, siehe hier:

http://menshelp.foren-city.de/topic,27, ... mmers.html

Sinn und Zweck der Dauermedikation sind also möglichst pralle und lange nächtliche Erektionen

daher soll im Fall einer Dauermedikation der PDE5-Hemmer vor dem Schlafen genommen werden damit maximale Wirkung eintritt wenn die nächtlichen Erektionen auftreten

über den Tag verteilt einen PDE5-Hemmer zu nehmen ( sofern du keinen Sex hast ) macht als Dauermedikation damit null Sinn

zwar treten damit auch evtl am Tag spontane schöne Erektionen auf - die heben zwar das Mannesgefühl und Selbstbewusstsein, tragen aber nur marginal zum "Wiederaufbau" des Penis bei und sind mit der Qualität nächtlicher Erektionen in keinster Weise zu vergleichen - siehe der zitierte Link

wissenschaftliche Versuche mit Dauermedikation wurden mit allen 3 PDE5-Hemmern gemacht - Tada bietet den Vorteil der längeren Wirkungsdauer der auch bewirkt daß man tagsüber ein "potentes Gefühl" hat

für die Kräftigung nächtlicher nächtlicher Erektionen sind aber Vardenafil und Sildenafil genau geeignet, Sildenafil ist zudem am Billigsten

Vardenafil und Sildenafil sollten knapp vor dem Schlafen eingenommen werden, Tada ( weil es verzögert wirkt ) ca 2-3 Stunden vor dem Schlafen
Max (26 Jul 2009 11:05) hat geschrieben: Hallo mclaine,
Sodbrennen hatte bei mir nichts mit Tada oder Silde zu tun. Ich hatte auch nen Stressjob (90 Std. Wo. + jede Menge Ärger). Das gab zunächst Sodbrennen, dann ne Magenschleimhautentzündung und als krönenden Abschluss ein prima Magengeschwür. Mein Arzt meinte, ich sollte nur ruhig weiter so machen. Den (Magen-) Krebs gibts dann gratis dazu. Leider zu spät. Kein Krebs - dafür einen Schlaganfall (Apoplex). Ist jetzt schon Jahre her.
Als gut gemeinter Rat: Bevor du irgendwelche Spassmacher nimmst, geh mal zum Doc und lass dich durchchecken.
Ich weiss, der Kommentar passt wieder nicht ganz in den Thread, musste ihn aber, bei der Anfangsfrage, loswerden.
Entschuldigung!!!
Gruß Max
Starbuck (26 Jul 2009 11:14) hat geschrieben: Stress u zusammen Tada ist noch schlimmer

drum habe ich für solche (bei mir nur sehr kurze) Zeiten die Natrontab bei mir

Max hat insofern Recht.
Erektilus (26 Jul 2009 17:55) hat geschrieben: Natron ist schon lange als Hausmittel gegen Sotbrennen bekannt.
Auch ganz normales Hausnatron aus dem Supermarkt, in vielen Haushalten vorhanden, ist sehr hilfreich.

Ein Teelöffel davon und das Sodbrennen ist wie weggeblasen. ;)
Es gibt allerdings kleine Päckchen (ca. 5g) und die in der Relation weit günstigere große Packung (200g).
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Erektilus
mclaine (26 Jul 2009 23:10) hat geschrieben:
Starbuck hat geschrieben: Welche Sildenafil wirken "wie gut" bei dir? Wäre interessant wenn du da ne Aufstellung machen könntest. (evtl Quelle der Tabs falls es relevant wäre)
"Gut" im eingeschränkten Sinne wirken momentan einzig Kamagra.
Danach kommt Silagra, so gut wie keine Wirkung bei Intimax und Eriacta (alle von Kamagrafast). Davor hatte ich Veetab50, die schon bei 25mg sehr gute Wirkung erzielten (deutsche Quelle), jedenfalls mehr als die Tabs von Kamagrafast. Allerdings erheblich teurer (40.- Euronen für 10x 50er)
Überraschende Wirkung auch Super Kamagra ab der 2. Tabille hinsichtlich Wirkung von Dopoxetine.
Welche Vardenafil zum vernünftigen Preis kannst Du empfehlen?
@Max: mein Sodbrennen kommt einzig und allein von der Erectalis. Sobald ich die Dinger nicht nehme, habe ich null Sodbrennen, hatte davor auch nie Probleme damit. Mein Problem sind ein Haufen elender Karrieristen in meinem (smilie) Finanzamt (smilie) , zu viel Nachtarbeit und ab 7 Uhr morgens sich zusammenrottende Horden durchgeknallter Rentner mit motorbetriebener Schwanzverlängerung aka Laubbläser, die mich am Schlaf hindern ob da Blätter liegen oder nicht.
Für diese Diagnose brauchte ich deswegen bislang auch keinen Doc.
@walker:
Ja, ich weiß, daß die Einnahme von Tada vor dem Schlafengehen stattfinden sollte, mir ging es bei der zusätzlichen Einnahme am Tag um den Aufbau eines Spiegels und ich habe damit auch keine schlechten Erfahrungen gemacht- bis halt auf das Sodbrennen.
Gibt es evtl. ein Alternativprodukt mit Tadalafil das man mal probieren könnte (ich meine, daß ich mit Apcalis diese Probleme nicht gehabt habe, aber da hatte ich auch nur 4 Test-Tabs zur Verfügung)
Starbuck (26 Jul 2009 23:56) hat geschrieben: teste doch mal die Tada bei gen24 durch

die haben

-Tadacip (aber ist wohl dasselbe wie Erecalis)
-Forzest
-Aurochem "generic cialis" Tadalafil

und Soft gel capsule Tada
Zuschauer (27 Jul 2009 1:32) hat geschrieben: Hallo mclaine !

Du solltest auf keinen Fall eine Dauerbehandlung gegen Sodbrennen einleiten.
Natron oder auch Bullrich-Salz machen auf Dauer alles viel schlimmer und gelten medizinisch als völlig überholt.

Folgen sind eine verstärkte Gasbildung im Magen.
Ob dann sogar noch eine verstärkte Säureausschüttung angeregt wird, ist umstritten.
Eine erhöhte Gefahr einer Stoffwechsel-Entgleisung bei chronischem Krankheitsverlauf besteht dann wohl auch noch.
Von einer "natürlichen Wirkung" wie es so schön in der Werbung heißt, kann also bei diesen Salz-Präparaten nicht die Rede sein.

Besser ist der Wirkstoff Magnesium-Aluminiumhydroxid wie er z. B. in Maaloxan verwendet wird.
Von dem bekannten Rennie rate ich auch ab, die enthalten zuviel vom Hilfsstoff Paraffin. Das belastet Nieren, Leber und Lymphknoten zu stark.
Als pflanzliches Arzneimittel empfehle ich dir aus guter persönlicher Erfahrung Iberogast flüssig.
Ist rezeptfrei und wirkt bei mir recht schnell, denn ich habe damit bei Sildenafil hin und wieder paar Problemchen.
Kostenpunkt liegt bei 100ml ab 18€. www.medizinfuchs.de
Zur Vorbeugung von nächtlichem Sodbrennen hilft auch, den Kopf mittels eines Kissens höher als den Oberkörper zu lagern.
Den Arzt solltest du dann aufsuchen, wenn die Magenübersäuerung über 4 Wochen anhält, wenn das Schlucken schwer fällt oder wenn öfters Blutspuren im Stuhl sind.

Greetz, Der Zuschauer
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Jens (27 Jul 2009 10:12) hat geschrieben: Sichtbare Blutspuren im Stuhl haben nix mit Sodbrennen zu tun....
walker (27 Jul 2009 10:23) hat geschrieben:
mclaine hat geschrieben: Ich nehme 10mg vor dem Schlafen und 10mg am Tag. Also nicht zur Sexausübung sondern in erster Linie aus Gründen des "Wiederaufbaus".

eine andere Alternative gg Sodbrennen bei Tada wäre mit dem Tada einfach runter- und mit Sildenafil / Vardenafil raufzufahren - müsste für den "Wiederaufbau" ( nächtliche Erkektionen ) ja egal sein

also zB vor dem Schlafen nur 5-10mg Tada, dafür noch dazu 50-100mg Sildenafil
Zuschauer (27 Jul 2009 13:27) hat geschrieben:
Jens hat geschrieben: Sichtbare Blutspuren im Stuhl haben nix mit Sodbrennen zu tun....

Das stimmt leider nicht!
Aber ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen und nur etwas tiefgründiger zur Sache beitragen.
Ein paar Informationen dazu.
Bei einer Gastritis ist die Schleimhaut des Magens entzündet.
Die Magenschleimhaut hat zwei wichtige Funktionen.
Sie produziert die zur Verdauung nötige Magensäure und sondert gleichzeitig Schleim ab, der den Magen davor schützt, selbst von der Säure angegriffen zu werden.
Eine Magenschleimhautentzündung entsteht immer dann, wenn die Schutzfunktion des Schleimes geschwächt oder die Magenschleimhaut verletzt wurde.
Dies kann z.B. durch Medikamente oder auch durch scharfes Essen eintreten.
Nun kann die Magensäure die Schleimhaut angreifen und sie entzündet sich.
Schleimhautentzündungen können vom Magen auf den Darm übergreifen und letztlich zu Geschwüren führen.
Blutiger Stuhl ist unter Umständen dann die Folge eines (vielleicht auch schon vorhandenem) Magengeschwürs.
Nun versuche ich den Kreislauf wieder zu schließen.
Eine Gastritis vom Typ C hat immer eine chemische Ursache.
Unter anderem sind dann magenreizende Medikamente oder auch übermäßiger Alkoholgenuss die Auslöser für vermehrtes Sodbrennen.

Gastritis Typ C heilt sehr schnell wieder ab, sobald man auf die Ursachenstoffe verzichten kann oder stark reduziert.

Das ganze soll aber wie gesagt nur zur Vorsicht dienen, zeigt aber, wie komplex sich dieses Thema darstellt und darum nicht für alles in diesem Forum eine Lösung gefunden werden kann.

Greetz, Der Zuschauer
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Jens (27 Jul 2009 13:39) hat geschrieben: Nein, SICHTBARES Blut im stuhl kommt bei Ulcus aber nicht vor.
Sichbares blut kann auf hämorrhiden oder eine darmperforation oder ein KRK hinweisen
Beim blutenden Ulcus kann es zu sogenannten Teerstühlen kommen, die schwarz und nicht rot sind.

alles andere was du sagt ist richt.
Bist du mediziner :) ?
Zuschauer (27 Jul 2009 16:37) hat geschrieben:
Jens hat geschrieben: Nein, SICHTBARES Blut im stuhl kommt bei Ulcus aber nicht vor.

Wenn ein Geschwür die Magen bzw. Darmwand durchbricht wie bei einem Magendurchbruch (Ulcus-Perforation) und dabei auf ein Blutgefäß trifft und es schädigt, kommt es zu einer Ulcusblutung (Geschwürblutung).

Das Blut im Stuhl kann dann in drei unterschiedlichen Formen auftreten,
- als sichtbare hellrote Blutauflagerung,
- als nicht mit dem Auge sichtbare, "versteckte" (okkulte) Blutbeimengung,
- als Teerstuhl, der schwarz-rötlich, klebrig-glänzend und übel riechend ist,

abhängig davon, an welcher Stelle des Magen-Darm-Traktes der Vorfall auftritt bzw. von der Stärke der Blugefäßbeschädigung.

Jens, ich bin kein Mediziner, aber schon etwas vorbelastet. ;)

Der Zuschauer
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mclaine (27 Jul 2009 22:05) hat geschrieben:
walker hat geschrieben: eine andere Alternative gg Sodbrennen bei Tada wäre mit dem Tada einfach runter- und mit Sildenafil / Vardenafil raufzufahren - müsste für den "Wiederaufbau" ( nächtliche Erkektionen ) ja egal sein
Ich habe die Erectalis jetzt erst mal ganz abgesetzt und zerhäcksel mir die Kamagra für die nächsten Tage.
Danach werde ich dann nochmal mit Erectalis einen Test fahren um zu sehen, ob die wirklich der Auslöser waren.
Tatsache ist, daß ich bis auf nach den Genuß von Prosecco im Leben niemals Sodbrennen hatte und das Sodbrennen prompt aufhörte als die Erectalis zu Ende waren.
Bei Kamagra treten keine Beschwerden auf.

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Wassermann
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Re: Erectalis vs Sildenafil bei täglicher Einnahme

Beitrag von Wassermann » Donnerstag 2. September 2010, 22:53

Wer weiß Rat? - Erectalis vs Sildenafil bei täglicher Einnahme
Seite 2 von 2
Erektilus (27 Jul 2009 22:49) hat geschrieben: Sodbrennen habe ich nach geraumer Zeit, immer dann wenn ich Erectalis eingenommen habe. :shock:
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walker (27 Jul 2009 22:57) hat geschrieben: Sodbrennen hatte ich noch nie, dafür aber wie in anderen threads ( auch von anderen ) berichtet bei Überdosen von Tada Blähungen

=> da PDE5 sich auch auf den Verdauungstrakt auswirkt dürften "Ereignisse" dort eine der lästigen ( individuellen ) NW von Tada sein wobei seltsamerweise die meisten gegen diese NW "immun" sind
Erektilus (27 Jul 2009 23:26) hat geschrieben: In der Vergangenheit hatte ich mit Sodbrennen nie Probleme, werde nun mal verstärkt darauf achten, ob es ausser mit Erectalis auch bei anderen Tadalafil Produkten auftritt.
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exe (28 Jul 2009 11:32) hat geschrieben:
walker hat geschrieben: Sodbrennen hatte ich noch nie, dafür aber wie in anderen threads ( auch von anderen ) berichtet bei Überdosen von Tada Blähungen

=> da PDE5 sich auch auf den Verdauungstrakt auswirkt dürften "Ereignisse" dort eine der lästigen ( individuellen ) NW von Tada sein wobei seltsamerweise die meisten gegen diese NW "immun" sind

Mir fallen Blähungen meist bei einer Kombo mit Tadalafil auf. Tadalafil alleine bewirkt bei mir gar keine Nebenwirkungen mehr, ich spreche jetzt von 20 mg täglich. Allerdings bei Sildenafil (100mg) bemerke ich noch leichte Blähungen.
Vardenafil, mein liebster Stoff :D , ist mal wieder der König und beschert mir neben einer wunderbaren Hauptwirkung gar keine Blähungen mehr :D
walker (28 Jul 2009 12:01) hat geschrieben:
exe hat geschrieben: Mir fallen Blähungen meist bei einer Kombo mit Tadalafil auf.

bei mir, wie bereits in anderen threads beschrieben ebenfalls bei Kombo Sildenafil mit Tadalafil

und Blähungen ebenfalls ( manchmal, nicht immer ) bei Überdosen von 60mg Tada
Forester (28 Jul 2009 12:44) hat geschrieben: Blähungen bisher bei keiner Wirksubstanz, aber nach Tada kerniges Sodbrennen.
Da ich auch andere Medikamente einnehme, hat mir mein Hausarzt Omeprazol verschrieben. Dadurch keinerlei Beschwerden mehr.
Starbuck (28 Jul 2009 13:22) hat geschrieben: Zuschauer: Du kennst dich ja mit der Problematik aus:

was hältst du vom Omeprazol? Ist dies auch als Dauermedikation nicht empehlenswert?
Dieter666 (28 Jul 2009 13:33) hat geschrieben: Ich nehme ebenfalls täglich 20mg Omeprazol (soweit ich mich erinnere, sogar ohne Sebstbeteiligung). Mein Hausarzt meinte, ich sollte versuchen, es nur bei Bedarf zu nehmen. Ich lasse es auch manchmal weg, aber da ich schon starken Reflux hatte,nehme ich es doch vorsichtshalber fast jeden Tag.

Komplikationen oder Nebenwirkungen spüre ich keine.
Vorher konnte ich manchmal keine kühlen Getränke zu mir nehmen ohne extreme Schmerzen, geschweige denn ein kaltes Bier - das hat mir schon zu schaffen gemacht. Ich weiß noch, wie ich in Miami in einer Bar sass und mein frisch gezapftes Coors Minuten lang mit den Händen anwärmen mußte...
Forester (28 Jul 2009 13:45) hat geschrieben: Ja, Omeprazol - Generika sind zuzahlungsfrei.
Ab 1.8. will Bayer m. W. auch die 20mg Dosierung rezeptfrei anbieten, in einer 14 - Stück Packung.
Die 40mg bleiben Rp - pflichtig.
Ich habe jedenfalls mit dem Zeug gute Erfahrungen über längere Zeit, 4 Jahre, gemacht, nach Jahren der Fresserei anderer Antacida, einer Magenspiegelung, bei der nix gefunden wurde und der Frage meiner Apothekerin :"Haben Sie schon mal daran gedacht, Ihren Beruf oder Ihren Lebenswandel zu wechseln?"
Wollte ich aber beides nicht. Natürlich drängt sich die Frage der Psyche dann auf.
Klar, das hat mit dem eigentlichen Thema dieses Forums nicht direkt zu tun, aber evtl. hilft´s ja den von Sodbrennen nach Einnahme von Silde, Tada oder Varde Betroffenen.
Zuschauer (28 Jul 2009 14:44) hat geschrieben: Dann werde ich auf Wunsch von DOOlord mal wieder "klugscheissen" :D
Wie gesagt, ich bin kein Doc.

Die Magensäure kann durch verschiedene Medikamente gehemmt werden.

Die 3 bedeutendsten Wirkstoffgruppen sind Antazida, H2-Blocker und die PPI-Protonenpumpenblocker.

Antazida neutralisieren die vorhandene Magensäure für kurze Zeit.
H2-Blocker unterdrücken die Befehlskette zur Säureproduktion.
Protonenpumpenblocker verhindern die Säureproduktion selbst, indem sie die Produktionszentrale – die Protonenpumpe –"lahm legen".

Protonenpumpenblocker wirken am stärksten und am längsten säurehemmend.

Zur Medikamentengruppe Protonenpumpenhemmer gehören Omeprazol, Pantoprazol, Lansoprazol, Rabeprazol und Esomeprazol.
Hervorzuheben ist Rabeprazol, da es das geringste Spektrum an Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten besitzt.

Es besteht Verschleierungsgefahr von Magenkrebs!
Ich will das an der Stelle mal hervorheben und die Leute sensibilisieren, die schon jahrelang mit Sodbrennen und Magenproblemen rummachen.
Mein Vater ist nach Darmkrebs-OP seit 2 Jahren Colostoma-Träger, ist leider immer nur dann zum Arzt, wenn wirklich nichts mehr ging.

Der Zuschauer
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Dieter666 (28 Jul 2009 15:44) hat geschrieben: @zuschauer: Danke für die wirklich wichtigen Hinweise!

Zur Ergänzung:
Bevor mein Hausarzt mir die Omeprazol verschrieben hat, durfte ich eine Magenspiegelung und eine Darmspiegelung über mich ergehen lassen.

Beides war unter Sedierung (sprich Beruhigungsmittel, nicht Narkose) völlig unproblematisch, obwohl ich nach einem schlechten Kindheitserlebnis (Aufwachen aus einer Lachgasnarkose, während der Zahnarzt noch bohrte!) fürchterliche Angst vor Spritzen etc. habe.

Das einzige Problem waren dies abscheulich schmeckenden Abführmittel, mit denen vor der spiegelung der Darm geleert wird.

Also ich empfehle zur Sicherheit jedem diese Spiegelungen, der stärkere Probleme hat mit Speiseröhre, Magen oder Darm
Starbuck (28 Jul 2009 15:51) hat geschrieben: danke für die super Infos:

nur, sind die Protonenpumpenblocker bei längerer Dauerbenutzung ebenso kritisch zu sehen wie von dir anfangs erwähnt das Natronsalz? (Verschlimmern des Ganzen)

Dh dass man danach es "braucht" auf Dauer?
Zuschauer (28 Jul 2009 17:42) hat geschrieben: Der Metabolismus (Stoffwechsel) der Protonenpumpenhemmer erfolgt überwiegend durch das Enzym CYP2C19 in der Leber.
Da auch einige andere Medikamente dieses Enzym als bevorzugten Abbauweg nutzen, kann es zu Problemen bei der Enzymaktivität kommen. (also Erhöhung, Einschränkung oder auch Verlust der Enzymbildung)

Ausgeprägt sind diese vor allem bei Omeprazol, die erste Substanz am Markt dieser Wirkstoffgruppe. Neuere Substanzen weisen bezüglich der Wechselwirkungen ein günstigeres Profil auf.

Im Allgemeinen rufen PPI’s aber nur selten unerwünschte Nebenwirkungen hervor und können über lange Zeiträume eher komplikationslos angewendet werden.

Ein möglicher Vitaminmangel von Vitamin B12 durch Untersäuerung bei häufiger Anwendung ist leicht ausgleichbar und natürlich sollten die Leberwerte in Ordnung sein.

Der Zuschauer
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Forester (28 Jul 2009 17:45) hat geschrieben: Die alte Weisheit : Was wirkt, wirkt auch neben.
Will sagen, auch Protonenpumpenhemmer haben bei einigen Leuten Nebenwirkungen oder sind bei Einnahme anderer Medikamente mit vorsicht zu genießen, bzw. , es ist einiges zu beachten. Es kann auch eine Unverträglichkeit vorliegen.
Wenn aber Magen- und Darmspiegelung kein Vorliegen anderer Dinge ergeben haben, sind sie, falls der Patient sie verträgt, m. E. das Mittel der Wahl.
Laienmeinung, genährt aus eigener Erfahrung.

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