Erfahrungen mit ED + BPH (gutartige Prostatavergrößerung) ?

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Wassermann
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Erfahrungen mit ED + BPH (gutartige Prostatavergrößerung) ?

Beitrag von Wassermann » Mittwoch 1. September 2010, 11:10

Wer weiß Rat? - Erfahrungen mit ED + BPH (gutartige Prostatavergrößerung) ?
Seite 1 von 2
WilliBW (14 Jan 2010 12:53) hat geschrieben: Hallo !

Zunächst einmal meine Gratulation, dieses Forum ist aufgrund seiner Offenheit und Tabulosigkeit für viele Betroffene sicher äußerst nützlich und funktioniert ähnlich wie eine Selbsthilfegruppe. Auch ich habe nach dem Durchlesen vieler Beiträge gedacht: „Das ist oder war bei mir genau so“ und „das ist tatsächlich eine gute Erklärung bzw. Lösung der Sache“.

Leider bin ich nicht früher auf dieses Forum gestoßen, ich hätte mir sicher vieles ersparen können. Der Grund hierfür war wohl auch ein Urologe, der – statt mein dargelegtes Problem kurzerhand mit „der Pille“ zu erledigen – Augen wie €-Münzen bekam, mir irgendwelche unsinnigen (IGEL-)Leistungen andrehen wollte und mich eindringlich vor diesen bösen Viagra-Fälschungen im Internet warnte. Gleiche Warnungen vernahm ich dann auch noch in den Medien.

Nach dieser frustrierenden Urologenerfahrung hatte ich nicht noch einmal den Mut einem Arzt gegenüber dieses peinliche Thema anzusprechen und um eine Lösung (sprich: „die Pille“) zu bitten. Und so quälte ich mich jahrelang mit meiner beginnenden Alters-ED, bis ich endlich auf dieses Forum und die zahlreichen Hinweise stieß, dass es im Internet eben doch (Rezeptfrei!) voll wirksame und auch noch bezahlbare (!) Generika gibt. - Nun ich hab’s begriffen und mit den Mitteln auch schon erste positive Erfahrungen gemacht, womit dieses Problem dann wohl gelöst wäre. :lol:

Bei einem der hier empfohlenen Lieferanten bin ich inzwischen auf einen anderen Wirkstoff und damit auch auf ein weiteres Problem bei mir gestoßen, nämlich auf den Wirkstoff Dutasterid und das Problem einer beginnenden BPH (Prostatahyperplasie = gutartige Prostatavergrößerung). Weitere Recherchen ergaben, dass BPH bei 50 % der Männer über 50 Jahren und bei 79 % der Männer über 70 Jahren auftritt, also die häufigste Erkrankung bei Männern über 50 ist. Es müsste hier im Forum also von Leuten wimmeln, die das gleiche (zusätzliche) Problem haben. Trotzdem hat sich hier noch niemand zu diesem Thema geäußert, obwohl es (im Gegensatz zu dem Thema „Glatzenbildung“ bei jüngeren ED-lern) zu diesem Thema nach meinen Recherchen im Internet kein brauchbares deutschsprachiges Forum gibt. Und DIESES Forum heißt ja nicht „ED-Help“ oder „Sex-Help“ sondern „MENSHELP“, trotzdem herrscht hier zu dem wohl zweitwichtigsten Problem der Männer über 50 beredtes Schweigen. :roll:

Dabei dürfte ähnlich wie bei der ED mit den PDE-5-Hemmern auch bei der BPH mit den 5-Alpha-Reduktase-Hemmern (Dutasterid und dem nicht ganz so wirksamen Finasterid) ein pharmakologischer Durchbruch gelungen sein. Diese Mittel sind erstmals in der Lage das weitere Wachstum der Prostata wirksam aufzuhalten, außerdem reduzieren sie das Prostatavolumen sogar wieder und senken zusätzlich die Wahrscheinlichkeit einer späteren Prostatakrebs-Erkrankung um 25%. Damit können diese 5-Alpha-Reduktase-Hemmer (rechtzeitig eingesetzt) den vielen an BPH erkrankten älteren
Männer einen langen Leidensweg und spätere schwere Komplikationen ersparen.

Leider treten natürlich auch bei diesen Mitteln Nebenwirkungen auf, nämlich Impotenz bei 6 %, verminderte Libido bei 3.7 %, Ejakulationsstau bei 1.8 % und Brustwachstum (Gynäkomastie) bei 1.3 % der damit behandelten Patienten. Wechselwirkungen mit PDE-5-Hemmern werden nicht genannt, aber ob das überhaupt getestet wurde weiß kein Mensch. Es würde mir deshalb sehr helfen, wenn hier im Forum Leute über ihre Erfahrungen mit der Einnahme von 5-Alpha-Reduktase-Hemmern berichten könnten (Positive, Negative, Wechselwirkungen mit PDE-5-Hemmern?), bevor ich mir dieses Dutasterid nun besorge.

Es grüßt Euch

WilliBW
walker (14 Jan 2010 12:59) hat geschrieben: das Problem ist:
es gibt im Forum sicher viele "Prostatakandidaten", aber es ist wie mit dem Zahnarzt - jeder geht erst zum Arzt wenn's wirklich schon wehtut

...beim googeln rund um Potenzmittel bin ich immer wieder auf medizinische Artikel im Zusammenhang mit Prostataproblemen / Erkrankungen gestossen, dh im net müsste zu deiner Fragestellung bereits einiges zu finden sein
Starbuck (14 Jan 2010 14:41) hat geschrieben: also Dutasterid ist (laut meinen Recherchen früher bzgl Fina) ein richtig heftiges Mittel das bei vielen (Haarausfallpatienten) erhebliche NWs hatte so dass ich diesbezüglichen %-Zahlen von die stark bezweifle (eher unrealistische Berwertung aus Quelle xy??

Duta nehmen daher fast nur Hardcorebodybuilder die während Ana-Kuren den Haarausfall verhindern wollen.

Obs da dann wirklich so nen "pharmakologischer Durchbruch" ist???

selbst bei Fina ist schon die grausame NW der tiefen Augenringe aufgetaucht die irrerversibel sind und nur per OP wieder beseitigt werden können (aufspritzen per Collagen vom Schönheitchirurgen)
Wer sowas erwischt hat sieht aus wie nen übler Junkie nach 5 Tagen Schlaf+Stoffentzug.(also übelster "Krank"-Look)
Dieter666 (14 Jan 2010 14:49) hat geschrieben: Danke, Willi!

Bei meiner letzten Vorsorgeuntersuchung in 2009 hat der Urologe auch eine leichte Vergrößerung der Prostata festgestellt, aber keine Medikation empfohlen. Bei Finasterid etc. wäre ich auch sehr skeptisch, nachdem was hier schon zu lesen war.

Beim nächsten Termin werde ich ihn darauf ansprechen.

PS und OT:

Zum ersten Mal hat der Urologe (zu dem ich schon länger gehe) nicht mit dem Finger getastet, sondern mit einer neuen Computersonde, war wesentlich angenehmer bzw. weniger unangenehm ...

PPS: Ich bin 66, bist Du jetzt der neue "Alterspräsident" ? Falls ja, gratuliere!
Starbuck (14 Jan 2010 15:22) hat geschrieben: anzumerken ist der Vollständigkeit halber, daß Fina im Regelfall von vielen gut vertragen wird.

Gg Haarausfall reichen aber auch Dosen von 0,3-0,5 völlig aus.

1mg ist daher nicht nötig, laut neuesten Studien.

Übliche NWs sind trockene Augen (Tränenproduktion bzw diese Drüse dafür wird beeinflusst)

Wer Pech hat und empfindlich reagiert, fühlt sich danach immer müde u erschöpft

Das Eyeringsyndrom trifft nur wenige.
WilliBW (14 Jan 2010 18:32) hat geschrieben: Hallo,

bezüglich der Nebenwirkungen aber auch meiner sonstige Aussagen zu Dutasterid verweise ich auf eine Dokumentation von Ingeborg Knebel (unter Mitarbeit von vielen anderen) „Dutasterid zur Behandlung der BPH“ aus dem Jahre 2004. Hier der Link:

http://www.prostatakrebse.de/informatio ... art-Studie

Bezüglich der Prostatkrebs-Senkungsrate verweise ich auf die gleiche Seite letzter Beitrag aus dem Jahre 2009.

Zu der Wirksamkeit von Medikamenten bei der Prostatabehandlung verweise ich auch auf Ausführungen von Dr. Rudolf Gumpinger, die ich mir aus einer Internetseite (wo war die bloß?) herauskopiert habe:


„Welche Medikamente wann?

Je größer die Prostata und je stärker die Beschwerden, umso wichtiger ist eine adäquate Behandlung des benignen Prostatasyndroms (BPS). Diese Bezeichnung erhält die BPH, wenn Beschwerden auftreten. Die Behandlung ist abhängig von deren Schwere sowie der Größe der Prostata.

Bei beginnender BPH greifen viele Patienten zunächst auf Phytopharmaka, also Medikamente mit pflanzlichen Wirkstoffen aus Kürbiskernen, Brennnessel und Sägezahnpalme, zurück. Diese scheinen Studien zufolge leichte Beschwerden zu verringern, doch wirken sie der eigentlichen Ursache, der BPH, nicht entgegen und helfen auch nicht gegen in der Harnblase verbleibenden Restharn in der Harnblase, weshalb die Präparate von den Krankenkassen auch nicht bezahlt werden.

Zu den in erster Linie eingesetzten Medikamenten gehören die Alpha-1-Rezeptorblocker (z. B. Tamsulosin, Alfuzosin, Doxazosin). Die Alphablocker sorgen für die Entspannung der Prostata- und Blasenhalsmuskulatur, wodurch der Harn wieder besser abfließen kann und auch die in der Harnblase verbleibende Urinmenge reduziert wird. Eine den häufigsten Nebenwirkungen ist eine leichte Blutdrucksenkung. Auch eine so genante retrograde Ejakulation kann erfolgen, d. h. beim Samenerguss gelangt die Samenflüssigkeit nicht durch die Harnröhre nach außen, sondern landet in die Harnblase, da die Öffnung des Blasenhalses.nicht verschlossen ist. Auf das Wachstum der Prostata haben Alphablocker keinen Einfluss.

Die 5-Alpha-Reduktaseinhibitoren (Finasterid, Dutasterid) sorgen dafür, dass das männliche Geschlechtshormon Testosteron vom Körper nicht in Dihydrotestosteron umgewandelt wird, den Stoff, der das Wachstum der Prostata begünstigt. Die Reduktasehemmer tragen deshalb dazu bei, dass der Urin besser abfließt und sich der Restharn verringert, sie können sogar die Prostatagröße ein wenig reduzieren. Unter Umständen beeinflussen sie allerdings das Sexualleben negativ, denn als Nebenwirkung kann die Lust auf Sex abnehmen.“


Aus obigen Ausführungen von Dr. Gumpinger geht klar hervor, dass alle bisherigen Prostatamittel weitgehend wirkungslos waren/sind, während die neuen 5-Alpha-Reduktasehemmer erstmals das weitere Wachstum der Prostata tatsächlich hemmen und sogar zurückführen, was m.E. auf diesem Gebiet einem pharmakologischer Durchbruch gleichkommt.

Ich freue mich über die rege Diskussion, leider waren aber bisher noch keine Erfahrungsberichte dabei.

Gruß an alle

WilliBW
WilliBW (15 Jan 2010 12:12) hat geschrieben: Hallo Dieter666,

ich zitiere aus Deinem Beitrag:

"Ich bin 66, bist Du jetzt der neue "Alterspräsident" ? Falls ja, gratuliere!"

Den Titel des Alterspräsidenten mache ich Dir nicht streitig. Aber: Bist Du Dir sicher, dass Du diesen Titel zu Recht beanspruchst? Ich bin davon überzeugt, dass sich hier unzählige über 60-jährige und auch schon die ersten über 70-jährigen inkognito durchs Forum lesen. Und nachdem die alten Herrschaften jetzt Computerführerscheine machen, tauchen hier sicher auch bald die ersten über 80-jährigen auf.

Der Wunsch nach Sex scheint beim Mann ja unausrottbar. Das Problem beim alternden Mann war bisher nicht, das er nicht mehr wollte, sondern das er nicht mehr konnte (aber da gibt es nun ja Abhilfe). Bei der ED scheint es ähnlich zu sein wie bei der Diabetes, es gibt den Typ 1 und den Typ 2 (Alters-Diabetes bzw. Alters-ED).

Warum die Leute sich zu ihrem Alter nicht bekennen? Nun „Sex im Alter“ ist wie auch das Thema „Prostataprobleme“ leider immer noch in einem gewissen Sinne ein Tabuthema. Bei mir tauchten übrigens die ersten klaren Anzeichen einer vergrößerten Prostata bereits mit Mitte Fünfzig auf. Prostataprobleme lassen also nicht automatisch auf ein hohes Alter schließen. Allerdings werden diese Prostataprobleme (wenn man nicht rechtzeitig etwas dagegen unternimmt, und da gibt es bis jetzt nur diese neuen „5-Alpha-Reduktasehemmer“) meistens erst mit 70 oder 80 „dramatisch“ … .

Gruß

WilliBW
jddf (15 Jan 2010 16:02) hat geschrieben:
WilliBW hat geschrieben: und da gibt es bis jetzt nur diese neuen „5-Alpha-Reduktasehemmer“)
Also ausser den erwähnten Hemmern gibt es interessanterweise auch noch die Möglichkeit, den Testosteron-Spiegel zu erhöhen. Für die Grösse der Prostata ist nämlich nicht in erster Linie die absolute Menge an Dihydrotestosteron verantwortlich, sondern das Verhältnis der diversen Testosteron-Abbauprodukte untereinander.
Ich bin Mitte 50 und hatte sein wenigen Jahren das lästige bekannt Nachtröpfeln. Also noch keine ernsthafte Vergösserung der Prostata, aber immerhin...
Mein Artz, den ich wegen ED aufsuchte, verschrieb mir erst mal Testosteron on Form von Testogel. Davon nehme ich zurzeit 2 Beutel täglich und im Moment ist der Blutspiegel damit im Bereich eines gesunden 30-Jährigen. Ich fühle mich besser, schlafe besser und konnte mein Körpergewicht reduzieren. Und das Nachtröpfeln ist weg. Ich bin also der lebende Beweis dafür, dass es funktionieren kann (nicht ... muss!).

Soweit mein 'Erfahrungsbericht' zu diesem Thema.
Dieter666 (15 Jan 2010 17:30) hat geschrieben: @jddf:

Danke für diese Tipps, werde ggf meinen Urologen auch darauf ansprechen - ist ja nicht schlecht wenn man sich auch ein bisschen informiert zeigt.

@Willi:

Mir ging es nicht darum "Präsident" zu sein, sondern darum, andere in "unserem" Alter zu ermutigen und nicht in Sachen ED klein beizugeben und eben nicht nur mitzlesen sondern sich auch mit ihren Erfahrungen zu äußern, so wie wir das jetzt machen.

Gut, dass Du auf die Idee mit dem eigenen Thread gekommen bist ...

Entschuldigung: Der ü50 Thread ist ja von nem anderen Kandidaten!
WilliBW (15 Jan 2010 18:19) hat geschrieben: @ Dieter666


Zitat: "Mir ging es nicht darum "Präsident" zu sein, sondern darum, andere in "unserem" Alter zu ermutigen... ."

Das mit dem Präsident war natürlich spaßig gemeint, ich hatte das gleiche Ziel im Auge wie Du … .

---------------

PS: Wie macht Ihr das eigentlich hier mit diesen weißen Zitat-"Kästchen"?
walker (15 Jan 2010 18:27) hat geschrieben:
WilliBW hat geschrieben: PS: Wie macht Ihr das eigentlich hier mit diesen weißen Zitat-"Kästchen"?

beim antworten einfach auf das Kästchen "zitat" (im jeweiligen Beitrag) klicken
WilliBW (15 Jan 2010 19:35) hat geschrieben:
walker hat geschrieben: beim antworten einfach auf das Kästchen "zitat" (im jeweiligen Beitrag) klicken
Danke ... wieder was dazugelernt.
WilliBW (17 Jan 2010 14:11) hat geschrieben: ERGEBNIS EINER WEITEREN INTERNET-RECHERCHE:


Ein Dr. Karl F. Diehl (Facharzt für Urologie) hat in 11/2009 in dem Fachblatt „Der Mediziner“ einen Aufsatz zu der Problematik veröffentlicht. Betreffend die Einnahme von Alpha-1-Rezeptorblockern zur Behandlung der BPH wird dort ausgeführt:

„… . Eine ernsthafte Problematik im Zusammenhang mit der parallelen Einnahme von PDE-5-Hemmern ist dem Autor noch nie bekannt geworden; es ist aber bestimmt nicht von Nachteil, wenn die Einnahme nicht ganz zeitgleich erfolgt. Interessanterweise gibt es neuerdings auch Beobachtungen, die bestätigen, dass LUTS*-Patienten, die PDE-5-Hemmer einnehmen, damit ihre Miktionssymptomatik** verbessern. :) Entsprechende Rezeptoren sind auch am Blasenhals zu finden und das macht diese Beobachtungen plausibel. Dennoch ist leider nicht anzunehmen, dass letztere Präparate demnächst als BPH-Therapeutika
von der Krankenkasse bezahlt werden. …“ :(
----------
* LUTS = Probleme beim Wasserlassen, meistens aufgrund einer vergrößerten Prostata (BPH)
** Probleme beim Wasserlassen


Hier der Link zu der Veröffentlichung:

http://www.mediziner.at/content/publika ... 44_2_9.pdf
WilliBW (19 Jan 2010 14:39) hat geschrieben: MEINE (NUN ZUNÄCHST ABGESCHLOSSENEN) INTERNETRECHERCHEN ZU DEM THEMA POSTE ICH HIER ALS INFO NOCH REIN:



Unter dem Titel: „Das benigne Prostatasyndrom – konservative Therapie“ hat Dr. med. Björn Specht (Urologische Klinik Diakonie-Klinikum Stuttgart) am 26.01.2008 eine PDF-Kurzübersicht zu diesem Thema erstellt:

http://www.aerztekammer-bw.de/25/15medizin08/B24/4.pdf

In diesem Papier steht unter anderem:

„ … Alpha-1-Rezeptorblocker, NebenwirkungenVorsicht bei kardiovaskulären* Erkrankungen bzw. Medikation mit PDE-5-Inhibitoren** … .“

„ … 5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren**, NebenwirkungenKeine Wechselwirkungen mit kardiovaskulären Medikamenten oder PDE-5-Hemmern … .“

„ … PDE-5-Hemmer: Verbesserung von Miktionsbeschwerden***, unklare Wirkmechanismen … Langzeitstudien fehlen noch.“
_______________________
*.....[kardiovaskulär = "das Herz und das Gefäßsystem betreffend"]
**...[Inhibitoren = „Hemmern“]
*** [Miktionsbeschwerden = „Blasenentleerungstörung“]



Und aus „Arzt-Aspekte“ Januar 2010:

http://www.arzt-aspekte.de/09/09/medizi ... bleme.html

… Zwei Fliegen mit einer Klappe: PDE-5-Hemmer auch wirksam bei LUTS*"

Nach den in Dresden vorgestellten EAU-Leitlinien zählen auch Phosphodiesterase (PDE) 5-Hemmer zu jenen Medikamenten, mit denen man einer männlichen LUTS-Symptomatik wirksam begegnen kann. Diese Wirksamkeit bezieht sich nach Stiefs Worten in erster Linie auf die irritativen Symptome** des ehemals als benigne Prostatahyperplasie (BPH) bezeichneten Krankheitsbilds. In prospektiven, plazebokontrollierten Studien ließen sich inzwischen für mehrere PDE-5-Hemmer entsprechende Effekte belegen, nicht jedoch auf obstruktive Symptome*** (BOO). In einer eigenen Untersuchung unter Einschluss von 222 LUTS-Patienten konnte der Münchener Urologe unter der täglichen Gabe von zwei mal 10 mg Vardenafil sowohl günstige Effekte auf die erektile Funktion als auch auf die irritativen LUTS-Symptome demonstrieren. Im Rahmen der Studie waren die Patienten (IPSS > 12) über einen Zeitraum von acht Wochen mit Vardenafil oder Plazebo behandelt worden. Zugelassen sind PDE5-Hemmer wie Vardenafil bislang nur für die Behandlung der erektilen Dysfunktion. (MEDIZIN ASPEKTE, DGU Dresden 09/2009) …“
_______________________
*.....[LUTS = Lower Urinary Tract Symptoms = untere Harnwegssymptome]
**...[irritativen Symptome = Speichersymptome, z.B. häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen, vermehrtes nächtliches Wasserlassen, starker unwiderstehlicher Harndrang]
*** [obstruktive Symptome = Miktionssymptome, z.B. schwacher Harnstrahl, Nachtröpfeln, relevante Restharnmengen, kompletter Harnverhalt]



Erfahrungsberichte von Betroffenen, die 5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren (insbesondere den Wirkstoff Dutasterid, [wird hier in Deutschland vertrieben unter dem Markennamen "Avodart"]) einnehmen, konnte ich im Internet nicht finden.
Dieter666 (19 Jan 2010 15:41) hat geschrieben: Danke, Willi!

Fazit (zugegebenermaßen verkürzt):

PDE5-Hemmer sind zumindest nicht schädlich bei Prostata-Problemen, vielleicht sogar nützlich ...

Also los, nehmen wir Tada für die Prostata und die Nebenwirkungen auf die Erektion in Kauf ...

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Wassermann
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Re: Erfahrungen mit ED + BPH (gutartige Prostatavergrößerung

Beitrag von Wassermann » Mittwoch 1. September 2010, 11:10

Wer weiß Rat? - Erfahrungen mit ED + BPH (gutartige Prostatavergrößerung) ?
Seite 2 von 2
WilliBW (19 Jan 2010 16:24) hat geschrieben:
Dieter666 hat geschrieben: Also los, nehmen wir Tada für die Prostata und die Nebenwirkungen auf die Erektion in Kauf ...

Genau, vielleicht sollten wir darauf noch anstoßen! :lol:
WilliBW (09 Mai 2010 17:35) hat geschrieben: Seit geraumer Zeit liegen hier im Forum erstmals Erfahrungsberichte über die kombinierte Einnahme des Alpha-1-Rezeptorblockers Tamsulosin und PDE-5-Hemmern vor. Allerdings beschränken sich diese Erfahrungsberichte auf die Frage, ob dieser Alpha-1-Rezeptorblocker einen „positiven Effekt auf die Potenz“ haben könnte. Übereinstimmend wird berichtet, dass der Alpha-1-Rezeptorblocker Tamsulosin in Kombination mit PDE-5-Hemmern weder positive noch negative Auswirkungen auf die Potenz hat.

Auf andere denkbare Neben- oder Wechselwirkungen bei der kombinierten Einnahme des Alpha-1-Rezeptorblockers Tamsulosin in Kombination mit PDE-5-Hemmern wird in diesem Thread leider nicht eingegangen. Für Interessierte füge ich hier einen entsprechenden Querverweis ein:

http://menshelp.foren-city.de/topic,108 ... damit.html

Ein Beitrag in diesem Thread …
dijonas hat geschrieben: Hallo,
ich habe bis vor einem Jahr regelmäßig T. nehmen müssen.

In dieser Zeit nahm ich auch schon Silde und Co.

Heute bin ich von T. auf ein anderes Mittel - Finasterid -

umgestiegen.

Ich kann keine signifikante Unterschiede hinsichtlich der

Sexualität feststellen.

lG dijonas

… ist m.E. besonders interessant, weil hier ein Forumsmitglied erstmals über Erfahrungen mit der kombinierten Einnahme von Tamsulosin und PDE-5-Hemmern und über Erfahrungen mit der kombinierten Einnahme von dem 5-Alpha-Reduktase-Inhibitor Finasterid und PDE-5-Hemmern verfügt und berichtet. Allerdings wird auch in diesem Beitrag leider nur von (keinen) Nebenwirkungen auf die Potenz bzw. Sexualität berichtet, auf andere denkbare Neben- oder Wechselwirkungen wird auch in diesem Bericht bedauerlicherweise nicht eingegangen.

@ dijonas:

Vielleicht könntest Du hier einmal Deine Erfahrungen mit beiden Standardmitteln bei Prostataproblemen (Alpha-1-Rezeptorblockern und 5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren) reinposten: Hast Du irgendwelche sonstigen Neben- oder Wechselwirkung bei der gleichzeitigen Einnahme von PDE-5-Hemmern bemerkt? So ein Bericht wäre doch interessant … .

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ED wegen Prostatavergrößerung ?

Beitrag von Andy47 » Montag 25. Dezember 2017, 08:07

Tach allerseits,

hoffe dies ist das richtige Unterforum dazu :)

Zu meinem Problem:

Lebe wie erwähnt (im Vorstellungsforum) seid 17 Jahren mit meiner Frau zusammen und hatten bisher keinerlei Probleme was den Sex betrifft,aber seid ca. 1 Jahr will er nicht mehr so.Habe leider eine gutartige Prostatavergrößerung die anscheinend immer schlimmer wird und medikamentös behandelt wird (Alfuzosin).
Wenn er mal mitspielt dann kann ich von Glück reden wenn er bis zum Schluss durchhält und nicht mittendrin aufgibt.
Ist für mich so langsam eine ziemliche seelische Belastung wobei auf der anderen Seite meine Frau sagt es wäre nicht so schlimm :(

Sie meint es gibt ja noch andere Mittel und Wege um sexuell glücklich zu werden,da gebe ich ihr ja auch recht aber ich sage dann zu ihr versetz dich in meine Lage.
Das dies den männlichen Ehrgeiz belastet dürfte ja jedem klar sein mit dem Thema und ich möchte das auch nicht mehr so hinnehmen und was dagegen machen.Werde auf jeden Fall beim nächsten Termin mit meinem Urologen das Thema ansprechen und wollte diesbezüglich hier mal vorher anfragen ob nicht welche hier sind die das Problem auch haben.

Habe bisher keine Erfahrungen mit Potenzmitteln jeglicher Art und dies auch noch nicht für nötig befunden aber so wie es aussieht muss ich mich über kurz oder lang wohl doch mal damit beschäftigen.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:

Kann/könnte die angehende ED mit der Prostatavergrößerung zu tun haben so dass dies auch schlimmer wird?

Hoffe das ich nicht zuviel geschrieben habe dazu aber ich möchte einfach nur wieder schönen Sex mit meiner Frau geniessen können. :top:

Vielleicht sind ja welche hier die mir was dazu sagen können.


Gruß Andreas

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Re: ED wegen Prostatavergrößerung ?

Beitrag von NeverMind » Dienstag 26. Dezember 2017, 22:09

Andy47 hat geschrieben:
Montag 25. Dezember 2017, 08:07
Habe leider eine gutartige Prostatavergrößerung die anscheinend immer schlimmer wird und medikamentös behandelt wird (Alfuzosin).
Wenn er mal mitspielt dann kann ich von Glück reden wenn er bis zum Schluss durchhält und nicht mittendrin aufgibt.

Kann/könnte die angehende ED mit der Prostatavergrößerung zu tun haben so dass dies auch schlimmer wird?
Deine ED könnte durch Alfuzosin verursacht werden. Ich bekam vor einigen Jahren wegen gutartiger Prostatavergrösserung und damit verbundener, unvollständiger Blasenentleerung Tamsulosin verschrieben (auch ein Alpha-Blocker). Damit hatte ich sprichwörtlich meinen Schwanz nur noch zum Pinkeln, er verkümmerte zu einem lächerlich verschrumpelten, gefühllosem Wurmfortsatz und an Sex war nicht zu denken. Ich war so schockiert, dass ich die Pillen nach 4 Tagen wieder absetzte, ohne meinen Urologen zu informieren. Innerhalb weniger Tage, war der Schwanz wieder gut in Form und stand wie eh und je seinen Mann :D .
Ich begann eine Tada-Dauertherapie, die sich ja auch positiv auf das Prostataproblem auswirkt. Nach einigen Wochen musste ich zwecks Nachuntersuchung zum Uro und es zeigte sich beim Pinkeltest eine vollständige Blasenentleerung. Der Uro meinte, dass die Pillen ihre Aufgabe gut erfüllen würden und war überrascht, als ich ihm sagte, dass ich diese bereits abgesetzt und eine Alternativtherapie begonnen hatte. Er riet mir zu einer Fortsetzung der Tadatherapie und seither habe ich keine Prostataprobleme mehr, mein Schwanz steht jederzeit in benötigter Härte zur Verfügung :top: .
Carpe diem!

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Re: ED wegen Prostatavergrößerung ?

Beitrag von NeverMind » Mittwoch 27. Dezember 2017, 10:16

Andy47 hat geschrieben:
Montag 25. Dezember 2017, 08:07
.....Habe leider eine gutartige Prostatavergrößerung die anscheinend immer schlimmer wird.....
Was heißt anscheinend? Mein Uro hat mir das folgendermaßen erklärt: ab einem gewissen Alter (um die 50) ist eine gutartige Prostatavergrößerung bis zu einem bestimmten Grad eigentlich normal und nicht unbedingt therapiebedürftig. Ein Grund für die Gabe von Medis können zB. Schmerzen beim (häufigen) Wasserlassen und eine unvollständige Blasenentleerung (bzw. Restharn) sein.
Hat man außer einer altersbedingt normalen, gutartigen Prostatavergrößerung keine Probleme, muß auch nicht therapiert werden. Du bist 47 Jahre alt und solltest die Angelegenheit mit deinem Uro nochmals durchsprechen und auch kritisch hinterfragen. Eine Tada-Dauertherapie wäre auch ein Versuch wert, die positive Wirkung auf eine benigne Prostatahyperplasie ist ja bereits wissenschaftlich nachgewiesen.
Tadalafil (Handelsname Cialis) wurde nun von der EU-Kommission auch für die Behandlung von benigner Prostatahyperplasie zugelassen.

Cialis war bereits genehmigt worden für die Behandlung von erektiler Dysfunktion (ED).

Cialis 5 mg für den täglichen (einmal pro Tag) Gebrauch wurde von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) für die Behandlung der Symptome von benigner Prostatahyperplasie im Oktober 2011 zugelassen.
Carpe diem!

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Re: Erfahrungen mit ED + BPH (gutartige Prostatavergrößerung) ?

Beitrag von Andy47 » Donnerstag 28. Dezember 2017, 16:44

Hallo allerseits,

Danke für die Antwort erstmal.
Hatte ohnehin vor mit meinem Uro zu reden,habe aber leider erst in 3 Wochen nen Termin,bis dahin also noch aushalten.
Da ich zwischenzeitlich mal ein wenig schlauer geworden bin was die Tadas betrifft . .

Lesefaule Nachfrage zum Erwerb von Generika gelöscht von Mod.!


Das Alfuzosin habe ich jetzt erstmal seit 2 Tagen abgesetzt,bisher keinerlei Veränderung,weder schlechter noch besser geworden.
Wasser lassen geht noch genauso wie vorher und die Blase wird meiner Meinung nach auch komplett leer,mal abwarten.

Halte euch auf dem laufenden was der Uro mir in 3 Wochen erzählen wird.




big-mike: Generell gilt => Tadalafil = Tadalafil

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Re: Erfahrungen mit ED + BPH (gutartige Prostatavergrößerung) ?

Beitrag von NeverMind » Freitag 29. Dezember 2017, 08:34

Andy47 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Dezember 2017, 16:44
Das Alfuzosin habe ich jetzt erstmal seit 2 Tagen abgesetzt,bisher keinerlei Veränderung,weder schlechter noch besser geworden.
Wasser lassen geht noch genauso wie vorher und die Blase wird meiner Meinung nach auch komplett leer,mal abwarten.
Solange du keine Verschlechterung deines Zustandes feststellst, kannst du es ja weiter abgesetzt lassen. Ich hatte das Tamsulosin nur 4 Tage eingenommen und 1 Woche nach Absetzen, war alles wieder normal (d.h. Gefühl und Erektionsfähigkeit). Auch der vorher teils nervende, häufige Drang zum Pinkeln, war stark zurückgegangen. Mittlerweile habe ich damit keine Probleme mehr, auch nachts muss ich nur ab und zu einmal auf Toilette. Mir hat die Tada-Dauertherapie da sehr geholfen, aktuell habe ich nach ca. 3 Jahren die Therapie seit 3 Monaten unterbrochen, denn ich will sehen, wie sich das auswirkt. Bis auf verminderte Schwanzaktivität (er nervt nicht mehr ständig durch nächtliche Erektionen und will aus der Hose springen, sobald sich ein fickbares Weibchen nähert) habe ich eine leicht erhöhte Pinkelfrequenz.
Den Restharn wirst du nicht bemerken, die unvollständige Blasenentleerung zeigt sich im Ultraschall beim Urologen (kurz vorher musst du natürlich auf Toilette zum Pinkeln).
Hast du denn einen Pinkeltest gemacht (da pinkelst du in eine Art Trichter und es wird die Dauer, Stärke und das Volumen des Urinstrahls gemessen)? Anhand des Pinkeltests kann der Uro beurteilen, ob deine Prostata bereits den Harnleiter beeinträchtigt und sich deine Blasenmuskulatur beim Pinkeln ausreichend entspannt - das Testergebnis kann dann zu einer Medikamentengabe führen.
Andy47 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Dezember 2017, 16:44
Halte euch auf dem laufenden was der Uro mir in 3 Wochen erzählen wird.
Mache das :top: .
Carpe diem!

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