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Tramadol - macht es abhängig / süchtig / Sucht ?

Hat jemand einen EP-Rat für mich?
ralf
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Re: Tramadol - macht es abhängig / süchtig / Sucht ?

Beitrag von ralf » Samstag 28. September 2019, 07:31

blauer Diamant hat geschrieben:
Donnerstag 26. September 2019, 11:29
Eine absolut nebenwirkungsfreie und harmlose Alternative für die vorzeitige Ejakulation sind Präparate wie Xylcoain Gel, Xylocain Spray, Kamistad Gel, Emla Creme etc. Alles legal und für kleines Geld in der Apotheke zu beziehen...
Männern mit ausgeprägter EP bringen diese Mittel sehr wenig bis gar nichts - deswegen nehmen sie Tramadol :(

Maxamor
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Re: Tramadol - macht es abhängig / süchtig / Sucht ?

Beitrag von Maxamor » Samstag 28. September 2019, 09:16

blauer Diamant hat geschrieben:
Donnerstag 26. September 2019, 15:02
Das Tramadol könnte als ein Rauschgift Ersatz benutzt werden, und war bereits einmal BtM Pflichtig. Ich möchte nicht wissen, was los ist, wenn eine Opiat ähnliche, BTM ähnliche Substanz aus dem Verkehr gezogen wird, gerade wenn es um größere Mengen geht.
Klar, kleine Mengen ist m.E. ein Vorsichtsprinzip. Lieber mehrere Male Versandkosten bezahlen, so halte ich es jedenfalls...

Muc1986
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Re: Überraschende Wirkung von Tramadol auf EP = schnellspritzen

Beitrag von Muc1986 » Freitag 27. März 2020, 23:09

Hallo Community,

ich verfolge diese Seite als stiller Leser schon seit längerem, habe mich jedoch gerade angemeldet und würde gerne Erfahrungen austauschen.

Zu mir: Ich bin 33 Jahre alt und bin ein absoluter Schnellspritzer. Bei einer attraktiven Frau komme ich schon bei ca. 1 Minute, höchstens 2. Habe schon alles versucht und unternommen, nichts half, außer Tramadol. Es ist wohl ein körperliches Problem, dagegen man selber nichts tun kann. Auf Tramadol bin ich genau über dieses Forum gestoßen. Es war für mich ein Segen. Das erste mal in meinem Leben konnte ich länger Sex haben als eine Minute und konnte den Orgasmus sogar steuern.

Das erste Mal Tramadol nahm ich vor ca. 6 Jahren. Ich ging zum Hausarzt, erzählte ihm die Wahrheit und er verschrieb mir Tramadol auf Privatrezept. Beim ersten mal musste ich mich übergeben. Auch beim zweiten mal musste ich mich übergeben. Ich dosierter bewusster, jedoch muss ich sagen, dass Tramadol süchtig macht. Ich verteufele Tramadol nicht, jedoch muss man sich im Klaren sein, dass Tramadol süchtig macht. Egal wer das relativiert, kennt Tramadol nicht oder ist schlicht gesagt naiv und dumm. Während der Zeit der gelegentlichen Einnahme von Tramadol, habe ich Hautprobleme (Schuppenflechte) und Haarausfall bekommen. Zudem habe ich oft mit Pilzbefall in der Mundhöhle zu Kämpfen gehabt. Und jedes mal wenn ich Tramadol eingenommen habe, konnte ich einfach nicht schlafen, und wenn ich dann eingeschlafen bin, habe ich locker 12 Stunden geschlafen und war trotzdem körperlich total ausgelaugt. Ist das bei euch auch so? Mich würden die Erfahrungen von Leuten interessieren, die Tramadol schon seit längerem für EP einnehmen.

Seit einem Jahr habe ich Tramadol nicht eingenommen, wegen diesen Nebenwirkungen. Ich habe locker ein Monat gebraucht, damit ich von dem Zeug weg kam, war echt nicht ohne obwohl ich Tramadol nur bei Gelegenheit konsumiert hatte. Meine letzte Hoffnung liegt bei Dapoxetin, ich habe es noch nicht ausprobiert, aber Tramadol möchte ich nie wieder einnehmen. Das Zeug ist echt nicht ohne.

Schreibt doch eure Erfahrungen diesbezüglich, wäre cool mal hier diesbezüglich etwas zu hören.

Gruß

Gast81
Gast

Re: Überraschende Wirkung von Tramadol auf EP = schnellspritzen

Beitrag von Gast81 » Samstag 28. März 2020, 01:35

Hi Muc. Du scheinst mit den NW echt Pech zu haben. Einige schlagen auf Trama garnicht an und einige haben mit starken NW zu kämpfen. Das ist bei jedem verschieden mit den NW. Aber die, die du angibst, haben nur wenige. Mundtrockenheit: manchmal bei mir. Mal mehr mal weniger. Müdigkeit und Einschlafprobleme: mal mehr, mal weniger bei mir. Geht aber eigentlich. Pilzbefall: nein. Haarausfall: nein.
Du erzählst, von Trama weg zukommen war schwer? Erzähl bitte warum es so schwer war -> Entzugserscheinungen psychisch, physisch...? Wieviel Trama musstest du für wie lange GV nehmen? Wie oft hast du Trama genommen?

Vor dem Suchtpotential wird hier eigentlich von allen Seiten gewarnt. Ich denke alle wissen, dass das keine Lutschpastillen sind und Entzugserscheinungen wurden im Forum auch schon besprochen. Das Ding ist nur, solange es kein besseres Mittel gegen EP gibt, solang muss Trama mein Wegbegleiter bleiben. Du triffst es sehr gut. Du hast eine neue Freundin und könntest jetzt heulen, weil du weißt, dass du versagen wirst. So geht es hier allen Tramadol Usern. Du hast jetzt 4 Möglichkeiten.
1. Dapoxetin: hilft vielen solala und verursacht auch viele NW wie Durchfall, Blähungen, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Schwindel...
2. SSRI -> Citalopram etc.: (es gibt 2-3 Beiträge dazu hier) hab ich probiert. Hat nach ca. 7 Tagen Einnahme geholfen und ist nicht für den spontanen Einsatz zu gebrauchen. Ich konnte unter 10mg täglicher Einnahme ca. 5 Minuten durchhalten. NW waren Müdigkeit, Schwindel, ständiges Gähnen, Mundtrockenheit, merkwürdiger Druck auf dem Schädel, ED. Problem ist, dass es schwierig ist das zu besorgen und dazu noch teurer ist als Trama.
3. Die Situation akzeptieren wie sie ist und mit den bekannten NW Leben die da wären: Selbstzweifel, Depressionen, Einsamkeit, ED...
4. Zurück zur dunklen Macht und wieder Trama nehmen.

Ich wünsche dir von Herzen, das Priligy gut anschlägt und du kaum NW hast. Ansonsten gibt es noch die SSRI‘s, bei denen ich aber doch nen Arzt kontaktieren würde. Greetz vom Gast.

Muc1986
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Re: Überraschende Wirkung von Tramadol auf EP = schnellspritzen

Beitrag von Muc1986 » Samstag 28. März 2020, 13:04

Hi Gast81,

Vielen Dank für deine Antwort. Es war schwer von Tramadol körperlich wegzukommen. Ich habe Tramadol mal in der Woche ein bis zweimal genommen, wenn ich eine Freundin hatte dann öfters, je nach Bedarf. Jedoch immer im Rahmen, so ca. 20 bis 30 Tropfen 3-4 Stunden vor dem Akt. Wenn ich mehr nahm, wurde mir übel und ich musste mich übergeben. Aber wie oben beschrieben, die Nebenwirkungen waren gravierend bei mir. Diese fingen aber erst nach längerer Einnahme an. Ich nahm das Zeug so ca. 6 Jahre lang. Letztes Jahr hatte ich einfach kein Bock mehr auf die NW und schmiss es weg. Joah, ich hatte dann locker ein Monat Entzugserscheinungen wie heftiges Schwitzen in der Nacht, Schlafprobleme wie maximaler Schlaf von 3 -4 Stunden, Depressiv, Aggressiv, einfach gereizt, es war einfach nicht ohne und das ging locker über ein Monat. Ich traf diese Entscheidung damals, weil ich mich von meiner Freundin getrennt hatte und sowieso keine Lust mehr auf Tramadol hatte. Das ist jetzt ein Jahr her und habe mich auf mein Studium konzentriert gehabt und habe jetzt eine sehr sympathische Frau kennengelernt und ich weiß, ohne dieses Mistzeug werde ich versagen und es ist einfach zum heulen. Einerseits möchte ich es nicht nehmen, andererseits bin ich aber irgendwie dazu gezwungen.

Die Tipps von dir sind mir genauso durch den Kopf gegangen, ich frage mich halt ob man Tramadol wirklich sein Leben lang ohne Folgen nehmen kann. Als ich Tramadol absetzte, ging bei mir der Haarausfall wieder zurück und seitdem auch keine Pilzprobleme in der Mundhöhle und ich konnte wieder schlafen. Habe halt auch keine Lust wieder auf diese NW. Meine letzte Hoffnung liegt bei Dapoxetin. Antidepressivum habe ich auch mal gelesen.

Vielen Dank, ich werde Dapoxetin probieren und hoffe dass es hilft, wenn nicht, muss ich leider wieder auf Tramadol zugreifen.

Beste Grüße

ralf
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Re: Überraschende Wirkung von Tramadol auf EP = schnellspritzen

Beitrag von ralf » Samstag 28. März 2020, 13:39

Muc1986 hat geschrieben:
Freitag 27. März 2020, 23:09
Egal wer das relativiert, kennt Tramadol nicht oder ist schlicht gesagt naiv und dumm.
Leute die seit vielen Jahren mit Tramadol gut klar kommen, keine nennenswerten Nebenwirkungen haben, sind NICHT naiv und dumm.
Muc1986 hat geschrieben:
Freitag 27. März 2020, 23:09
Meine letzte Hoffnung liegt bei Dapoxetin, ich habe es noch nicht ausprobiert, aber Tramadol möchte ich nie wieder einnehmen.
Muc1986 hat geschrieben:
Samstag 28. März 2020, 13:04
ich werde Dapoxetin probieren und hoffe dass es hilft, wenn nicht, muss ich leider wieder auf Tramadol zugreifen.
:yeah: :yeah:

walker
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Re: Tramadol - macht es abhängig / süchtig / Sucht ?

Beitrag von walker » Samstag 28. März 2020, 19:03

Muc1986 hat geschrieben:
Freitag 27. März 2020, 23:09
jedoch muss ich sagen, dass Tramadol süchtig macht. Ich verteufele Tramadol nicht, jedoch muss man sich im Klaren sein, dass Tramadol süchtig macht. Egal wer das relativiert, kennt Tramadol nicht oder ist schlicht gesagt naiv und dumm.
....
Ich habe locker ein Monat gebraucht, damit ich von dem Zeug weg kam, war echt nicht ohne obwohl ich Tramadol nur bei Gelegenheit konsumiert hatte. Meine letzte Hoffnung liegt bei Dapoxetin, ich habe es noch nicht ausprobiert, aber Tramadol möchte ich nie wieder einnehmen. Das Zeug ist echt nicht ohne.
Muc1986 hat geschrieben:
Samstag 28. März 2020, 13:04
Es war schwer von Tramadol körperlich wegzukommen. Ich habe Tramadol mal in der Woche ein bis zweimal genommen, wenn ich eine Freundin hatte dann öfters, je nach Bedarf. Jedoch immer im Rahmen, so ca. 20 bis 30 Tropfen 3-4 Stunden vor dem Akt. Wenn ich mehr nahm, wurde mir übel und ich musste mich übergeben. Aber wie oben beschrieben, die Nebenwirkungen waren gravierend bei mir. Diese fingen aber erst nach längerer Einnahme an. Ich nahm das Zeug so ca. 6 Jahre lang. Letztes Jahr hatte ich einfach kein Bock mehr auf die NW und schmiss es weg. Joah, ich hatte dann locker ein Monat Entzugserscheinungen wie heftiges Schwitzen in der Nacht, Schlafprobleme wie maximaler Schlaf von 3 -4 Stunden, Depressiv, Aggressiv, einfach gereizt, es war einfach nicht ohne und das ging locker über ein Monat. Ich traf diese Entscheidung damals, weil ich mich von meiner Freundin getrennt hatte und sowieso keine Lust mehr auf Tramadol hatte. Das ist jetzt ein Jahr her und habe mich auf mein Studium konzentriert gehabt und habe jetzt eine sehr sympathische Frau kennengelernt und ich weiß, ohne dieses Mistzeug werde ich versagen und es ist einfach zum heulen. Einerseits möchte ich es nicht nehmen, andererseits bin ich aber irgendwie dazu gezwungen.

Maxamor
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Re: Tramadol - macht es abhängig / süchtig / Sucht ?

Beitrag von Maxamor » Sonntag 29. März 2020, 12:46

Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass bei so unregelmäßiger und nicht sehr häufiger Einnahme eine Abhängigkeit entsteht?

Andro
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Re: Tramadol - macht es abhängig / süchtig / Sucht ?

Beitrag von Andro » Sonntag 29. März 2020, 13:34

Ich finde, dass man das differenzierter betrachten muss und habe grundsätzlich das Gefühl, dass hier im Forum auch ausreichend vor der Abhängigkeit gewarnt wird.

Ich nehme seit gut 2 Jahren regelmäßig eine relativ hohe Dosis und kann bei mir (zum Glück) noch nicht von einer Abhängigkeit sprechen. Also selbst wenn ich meine Freundin mehrere Tage nicht sehe, dann nehme ich Trama nicht ein.

Ich denke wenn jemand 1-2 mal die Woche 50 - 150 mg Trama nimmt, sollte man im Normalfall davon nicht abhängig werden (gibt sicherlich auch Ausnahmen).

Nimmt man aber 6-7 mal die Woche 200-400 mg täglich ist die Wahrscheinlichkeit schon hoch, dass man abhängig wird.

Zu den Nebenwirkung: Wenn ich Trama nehme spüre ich schon eine Müdigkeit, schlafe schnell ein und schlafe gut. Es kommt sicherlich auch vor, dass ich am nächstes Tag Mal etwas kaputter bin, aber sehr selten. Haarausfall, Schuppenflechte, Pilzbefall habe ich in diesem Forum im Zusammenhang mit Trama noch nicht gelesen.

Gast81
Gast

Re: Tramadol - macht es abhängig / süchtig / Sucht ?

Beitrag von Gast81 » Sonntag 29. März 2020, 16:50

Hab nochmal etwas nachgedacht wegen Mundpilz. Also dass Mundpilz wegen Trama kommt glaube ich eher nicht. Candida Albicans (Mundpilz) setzt nur an, wenn die Vorraussetzungen dafür stimmen. Vorraussetzungen sind Mundtrockenheit, Abwehrschwäche, verschobener PH-Wert in der Mundhöhle, Diabetes. Mundtrockenheit allein müsste extrem und über den ganzen Tag anhaltend sein. Dein Speichel wirkt normalerweise aseptisch. Vielleicht lag es an was anderem? Tramadol verschiebt eigentlich nicht unbedingt den Säure-Basen Haushalt so extrem. Nur mal ein Denkansatz meinerseits.

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