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Tramadol vs. Dapoxetin - Ein paar Gedanken

Hier können sich (neue) User mit EP vorstellen und ihre Erfahrungen mitteilen
exhale
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Tramadol vs. Dapoxetin - Ein paar Gedanken

Beitrag von exhale » Montag 7. Januar 2019, 16:39

Hallo zusammen,
nach langer Zeit als stiller Mitleser melde ich mich auch mal zu Wort und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen. Vielen Dank schonmal vorab für die vielen Informationen, die ich hier sammeln durfte.

Kurz zu meiner Person: 30 Jahre, 80 Kg und lebe seit neustem wieder in einer Beziehung. Hatte in den letzten Jahren aber auch relativ oft und vorallem mit vielen verschiedenen Frauen Sex.
Bevor ich dieses Forum gefunden habe war ich immer froh nach einer Party Sex zu haben, da ich nach Alkoholkonsum keinerlei Probleme mit EP hatte. Im nüchternen Zustand jedoch schon fast "Angst" davor, weil ich genau wusste, dass es nach spätestens einer Minute vorbei sein kann... Das geht mit der Dauer ziemlich auf die Nerven. Herkömmliche Tips wie Beckenbodenmuskel trainieren, Kopfrechnen und sonostiger Hokuspokus kann man aus meiner Sicht vergessen! Also ging ich weiter auf die Suche bis ich hier landete und Hilfe fand:

Dank des Forums bin ich also auf Dapoxetin und Tramadol gestoßen. Vorab: Beides wirkt bei mir und verlängert die reine Penetration auf locker 5 Minuten. Das ist für einen Frühspritzer wie mich schon ein großer und zufriedenstellender Erfolg ;)

Dapo habe ich immer 60 mg ca. 4 Stunden vorher eingeschmissen. Musste aber feststellen, dass mir die Nebenwirkungen nicht besonders gut bekamen. Ich hatte Blähungen (was auszuahlten war), selten Durchfall, aber viel schlimmer war, dass ich schlechte Laune bekam. Das wollte und konnte ich mir und meinen Mitmenschen nicht auf Dauer antun. Daher stieg ich um auf Tramadol.

Tramadol nehme ich 100 mg ca. 5-6 Stunden vor dem Sex. Hauptwirkung ähnlich wie bei Dapo, allerdings deutlich bessere NW. Ich habe keinerlei Kopfschmerzen, Magenprobleme o.ä.. Meine Laune schlägt anders als bei Dapo genau in die entgegengekehrte Richtung um, so dass ich echt gechillt werde, gute Laune bekomme und letzendlich auch super schlafen kann. Einziger Nachteil ist tatsächlich, dass ich mich am nächsten Tag etwas müde und lustlos fühle.
Da ich erst seit paar Wochen wieder eine neue Freundin habe und es dementsprechend jeden Abend zu Sex kommen könnte, nehme ich Tramadol aktuell leider zu oft (ca. 3x / Woche je 100 mg). Ich bin mir -gerade aufgrund der oben beschriebenen steigenden Laune etc.- der möglichen Abhängigkeit bewusst. Deshalb bin ich auch stark am zweifeln, ob das eine Dauerlösung sein kann/darf... Schließlich hab ich im besten Fall noch 60 Jahre vor mir :D

Meine Überlegeung war - Das Thema wurde auch schonmal irgendwo angesprochen, aber nicht weiter ausgeführt - einfach alle paar Wochen zwischen Dapo und Trama zu wechseln (Möchte hier unbedingt nochmal drauf hinweisen, dass zwischen einem Wechsel mind. 7 Tage liegen sollten!!!). Für den Wechsel würde sich dann z.B. die Erdbeerwoche anbieten, da in dieser Zeit sowieso tote Hose im Bett ist :top:
Bei dieser Variante wäre m.E. eine Abhängigkeit weitestgehend ausgeschlossen. Wie seht ihr das?

Außerdem spricht aus meiner Sicht gegen eine Dauereinnahme von Tramadol, dass es sich schlichtweg um eine Opiat handelt. Ich fühle mich zwar nach der Einnahme absolut fahrtauglich, aber das dürfte im Falle eine Falles (Sei es ein Unfall, eine Verkehrskontrolle,...) von der Gegenseite anders gewertet werden. Zudem müsste man noch erklären woher man die Medikamente bekommen hat! Die wenigstens von uns werden dann ein Rezept vom Arzt aus dem Handschuhfach ziehen...


Dies sind ein paar Gedanken/Erfahrungen der letzten Wochen von mir zum Thema Tramadol/Dapoxetine. Viel mehr wirksame Möglichkeiten stehen uns Ep'lern wohl leider (noch) nicht zur Verfügung, also lasst uns das beste daraus machen.

Bin gespannt auf eure Meinung!

Schönen Abend, Exhale

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Alfredi
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Re: Tramadol vs. Dapoxetin - Ein paar Gedanken

Beitrag von Alfredi » Montag 7. Januar 2019, 17:43

exhale hat geschrieben:
Montag 7. Januar 2019, 16:39
. Schließlich hab ich im besten Fall noch 60 Jahre vor mir :D
später bist du vielleicht froh wenn du überhaupt noch kommst... :lol:

wenn du jetzt viel Sex hast, versuche die Zeit der Erektion in die Länge zu ziehen und wenn du einlochst mache langsam, ganz langsam, nicht wie ein Karnickel, Pausen einlegen, da kannst du deinen PC Muskel einspannen, Stellungswechsel, unterhalten.
Es ist eine Übungssache in der Situation die "Notbremse zu ziehen. Entwöhne dich langsam vom Trama.
Weiter könntest du mit Silden oder Varden eine zweite Runde einläuten, dann hätte die Frau auch mehr davon.
viele Männer halten Monogamie für eine exotische Holzart.
Platz ist in der kleinsten Möse
Ü 60, altersbedingte ED...

robby39
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Re: Tramadol vs. Dapoxetin - Ein paar Gedanken

Beitrag von robby39 » Dienstag 8. Januar 2019, 12:30

Hi exhale,

versuche doch mal auf 50 mg runterzugehen. Wäre ein Anfang. Spielt sich auch viel im Kopf ab und ggf. klappt es genau so lange mit 50 mg, wenn Du im Hinterkopf hast, dass Du ja "safe" bist, durch das Trama.

exhale
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Re: Tramadol vs. Dapoxetin - Ein paar Gedanken

Beitrag von exhale » Mittwoch 9. Januar 2019, 10:24

Alfredi hat geschrieben:
Montag 7. Januar 2019, 17:43
versuche die Zeit der Erektion in die Länge zu ziehen und wenn du einlochst mache langsam, ganz langsam, nicht wie ein Karnickel, Pausen einlegen, da kannst du deinen PC Muskel einspannen, Stellungswechsel, unterhalten
robby39 hat geschrieben:
Dienstag 8. Januar 2019, 12:30
versuche doch mal auf 50 mg runterzugehen.
Vielen Dank euch beiden! Genau das habe ich gestern gemacht und war auch super zufriedenstellend. Habe die 50 mg aber schon ca. 7 Stunden vorher eingenommen.

Denke, dass ich dabei auch erstmal bleiben werde. 3x50 mg/Woche sollte kein großartiges Problem darstellen denke ich (Im Hinblick auf Abhängigkeit)... Wobei auch das natürlich kein Dauerzustand sein kann! Nach wie vor habe ich immernoch Angst davor in eine Drogenkontrolle, Unfall o.ä. zu gelangen. Ich denke, da reichen auch 50 mg aus um Probleme zu bekommen! Wie geht ihr damit um?

robby39
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Re: Tramadol vs. Dapoxetin - Ein paar Gedanken

Beitrag von robby39 » Mittwoch 9. Januar 2019, 12:49

Ich lass mich davon nicht abhalten. 50 mg.. und dann 7-8 Stunden später Auto fahren? Das mache ich auf jeden Fall.

Maxamor
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Re: Tramadol vs. Dapoxetin - Ein paar Gedanken

Beitrag von Maxamor » Mittwoch 9. Januar 2019, 13:45

Mit 50 mg fahre ich problemlos Auto und Motorrad... was Drogenkontrolle betrifft habe ich in meinem langen Leben noch nie eine gesehen und Routinekontrolle braucht man doch nicht sehr zu fürchten denn in einem banalen Alkoholtest mit breathalyzer schlägt trama ja nicht an.

Collya
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Re: Tramadol vs. Dapoxetin - Ein paar Gedanken

Beitrag von Collya » Mittwoch 9. Januar 2019, 14:56

Also vor dem Breathanalyzer braucht man in einer Verkehrskontrolle unter Trama logischerweise sowieso keine Angst haben.
Interessanter ist es, wie es sich mit den Urinschnelltests verhält. Der üblicherweise beim angehaltenen Autofahrer vor Ort eingesetzte Urintest (oder Speicheltests wie dem Dräger Drug Check 3000), können nur in sehr begrenztem Maße Stoffe anzeigen. Die üblichen Drogen halt wie Kokain,Opiate, Amphetamin, Methamphetamine/Designer Drogen (bspw. Ecstasy) und Cannabis (THC). Und im Regelfall werden diese angezeigt, wenn ein Konsum innerhalb den letzten 4-12 Stunden stattgefunden hat (gilt nicht bei gewohnheitsmäßigem "Dauerkonsum").

Nun zählt Tramadol zwar zu den leichten, aber vor allem synthetischen Opioidabkömmlingen und wird deshalb aufgrund seiner doch recht andersartigen Strukturformel NICHT bei dem Urintest angezeigt.
Anders sieht es aus, falls es im Rahmen einer MPU (umgangssprachl. Idiotentest) oder wegen eines Unfalls mit Blutabnahme zu einer gaschromatographischen Untersuchung des Blutes kommt. Da ist so ziemlich alles nachweisbar, wenn man denn nur gezielt danach sucht.

Das soll kein Freifahrtschein für das Fahren unter Tramadol sein. Es sollte jeder so eigenverantwortlich und vernünftig sein, realistisch seinen Zustand einzuschätzen und zu wissen, ob und unter welcher Dosis er noch fahrtauglich ist oder es besser ganz bleiben lässt.
Hinzuzufügen ist noch, dass laut Beipackzettel zwar vom Autofahren abgeraten wird - gänzlich verboten ist es aber meines Wissens nicht. Ein Unfall, den man nachweislich unter Tramadol verursacht hat, wird aber ziemlich sicher fahrerlaubnisbezogen (und eventuell auch haftungsbezogen) ein unangenehmes Nachspiel haben.
Leider gibt es für geistige Inkontinenz keine Windeln.

robby39
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Re: Tramadol vs. Dapoxetin - Ein paar Gedanken

Beitrag von robby39 » Donnerstag 10. Januar 2019, 11:27

Wenn Du natürlich völlig benebelt aus dem Auto wankst, ist es klar, dass es da Probleme gibt. Das muss aber jeder selbst vor dem Losfahren spüren, ob er noch fahrtüchtig ist. Wenn ich 50 mg nehme und dann 6-7 Stunden später Auto fahre, merke ich gar nichts mehr von der Wirkung. Die Wirkung merke ich eigentlich ab der Einnahme nur bis ca. 4-5 Stunden..

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